Ein Viertel Schüler weniger im Jahr 2020
27.10.2010 | 17:18 Uhr 2010-10-27T17:18:00+0200
Hattingen. Das Statistische Landesamt erwartet in seiner Prognose einen wesentlich stärkeren Rückgang als im NRW-Durchschnitt.
In zehn Jahren werden im Ennepe-Ruhr-Kreis 23,1 Prozent weniger Mädchen und Jungen zur Schule gehen als heute. Das ist das Ergebnis einer Prognose, die das Statistische Landesamt jetzt veröffentlicht hat.
Damit gehen die Schülerzahlen zwischen Breckerfeld und Hattingen wesentlich stärker zurück als im Landesdurchschnitt. Für NRW sagen die Statistiker einen Rückgang von 15,8 Prozent voraus. Auch in der Nachbarschaft macht sich der Bevölkerungsrückgang nicht so stark bemerkbar wie im Kreisgebiet. So liege der Rückgang in Wuppertal bei 13,7 Prozent, in Bochum bei 15 Prozent, in Dortmund bei 8,7 Prozent und in Hagen bei 20,4 Prozent. Lediglich der Märkische Kreis mit 23,6 Prozent weniger Schülerinnen und Schüler hat noch mehr Nachwuchssorgen als EN.
Gingen 2009 im Kreisgebiet noch 34 470 Mädchen und Jungen zur Schule, werden es 2019 nur 26 511 sein. Steigen wird der Anteil derer, die eine Hochschulreife erwerben. Der Anteil lag im Sommer bei 35,8 Prozent und wird bis 2020 auf 39,2 Prozent klettern. Ohne jeden Abschluss haben 2,8 Prozent der Mädchen und Jungen die Schule verlassen. Deren Anteil soll in zehn Jahren auf 2,5 Prozent sinken. Der Anteil der Hauptschüler werde von 16,6 auf 14,2 Prozent zurückgehen. Die Fachoberschulreife würden 39,9 Prozent, die Fachhochschulreife 4,2 Prozent erreichen.
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