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Verdienstmedaille

Ein Leben für den Judosport

16.03.2010 | 20:49 Uhr
Ein Leben für den Judosport

Hohe Auszeichnung für Theo Schlieper: Der 66-jährige Judoka erhielt am Dienstag im Alten Rathaus für sein Engagement beim 1. JJJC Hattingen die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

„Sie sind ein Glückfall für Ihren Verein, für Ihre Stadt und für den Sport im Ennepe-Ruhr-Kreis”, sagte Landrat Dr. Arnim Brux bei der Ehrung.

Im Jahr 1964 hatte Schlieper die Aufgabe als Vereins-Geschäftsführer übernommen. Gemeinsam mit Heinz Pfeffer, Peter Michels und Dr. Georg Henze brachte er den 1. JJJC Hattingen in die Erfolgsspur. Aus 60 Mitgliedern werden im Laufe der Jahre 300, dann über 400 und in der Spitze 600. Damit war der Verein in Nordrhein-Westfalen die Nummer drei unter allen Judovereinen.

Neben dem Nachwuchs- und Breitensport wurde auch der Leistungssport gefördert: Dreimal gelang der Aufstieg in die 2. Bundesliga. „Die Frauen stehen nicht nach, auch sie kämpfen sich bis in die 2. Liga vor”, ergänzte Brux.

Bei seinem Einsatz folgte Theo Schlieper dem Prinzip des gegenseitigen Helfens und Verstehens. Besonders Kinder und Jugendliche liegen ihm am Herzen – für sie organisierte er Trainingsangebote in den Stadtteilen Welper, Niederwenigern, Winz-Baak und in der Stadtmitte.

Der Landrat hob das Bemühen des Vereins um eine aktive Ausländer-, Asylbewerber- und Spätaussiedlerarbeit hervor. Schlieper sei ständiger Gast in den Wohnheimen gewesen, habe keine Berührungsängste gezeigt und die Menschen in den Sportverein geholt. „Besser kann man den viel zitierten Gedanken der Integration nicht aufgreifen.”

Speziell sind die seit dem Jahr 1973 bestehenden Kontakte ins englische Sheffield. Vor allem hier sind viele Freundschaften entstanden. „Man liegt also richtig, wenn man Theo Schlieper nicht nur als aktiven Judoka, Kampfrichter, Geschäftsführer und Lokomotive des Vereins charakterisiert, sondern ihn auch als ,Diplomaten für Deutschland’ würdigt”, brachte es Brux auf den Punkt.

Auch wenn Schlieper seinen Posten als Geschäftsführer im Jahr 2008 abgegeben hat, lenkt er die Vereinsgeschicke als 2. Vorsitzender bis heute mit. Sein Plus an Freizeit nutzt der Finanzbeamte seit seiner Pensionierung 2001, um sich als Globetrotter in vielen Winkeln der Erde umzusehen.

Für seine Verdienste hat Schlieper be­reits die bronzene und die silberne Ehrennadel des Judo-Verbandes erhalten. Im Jahr 1981 zeichnete ihn der Regierungspräsident mit der Ehrenplakette für besondere Verdienste aus.

DerWesten

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