Das aktuelle Wetter Hattingen 17°C
Hattingen

Ein Dorf wächst

27.03.2008 | 19:13 Uhr

Winz-Baak wurde erstmals im 12. Jahrhundert urkundlich erwähnt Lange Zeit ist Winz-Baak ein kleines Dorf an der Ruhr. Ein Dorf mit Geschichte. ...

Vom kleinen Dorf zum zweitgrößten Stadtteil Hattingens: Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs Winz-Baak. Foto: Blossey

... Bereits um 1150 werden in einem Güterverzeichnis des Klosters Werden Besitzungen in Baak und Winz aufgeführt.Über das Dorfleben gibt es nicht viele Informationen in den Chroniken der Stadt. Um 1750 unterhalten die Bewohner von Winz und Baak ein notdürftig ausgestattetes Schullokal am sogenannten Hundepoth in der Nähe der Ruhrbrücke. Im September 1780 wütet eine Feuersbrunst in den Wäldern der Winzermark - ein Großteil der Bäume fällt dem Feuer zum Opfer.Die Baaker Höhen und deren Umgebung werden traditionell landwirtschaftlich genutzt. Im Jahr 1486 werden in einem Schatzbuch 25 Höfe namentlich und abgabenmäßig aufgeführt. Neben großen und reichen Höfen gab es stets eine größere Zahl kleinerer Anwesen. Einer der ältesten Höfe in Winz-Baak ist der Hof Schulte-Stade. Neben der Landwirtschaft gehören Steinbrüche und Kohlenstollen zum Besitz.Kohleabbau wurde in Winz-Baak seit jeher betrieben, wenngleich in kleinerem Stil als in der Nachbargemeinde Dahlhausen. Obwohl der Kohlehafen an der Winzer Ruhrfurt und die erste deutsche Pferdeeisenbahn 1787 Arbeitsplätze in die Region bringen, bleibt Winz-Baak bis ins 20. Jahrhundert ein Dorf.Im Westenfeld entsteht die erste Wohnsiedlung für Hüttenarbeiter - zu Beginn der 1930er Jahre wegen der dort starken DKP "Klein Moskau" genannt. 1939 wird Baak, vormals Teil der Gemeinde Winz (Winz, Baak, Niederwenigern und Dumberg) der Stadt Hattingen angeschlossen.Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebt der Stadtteil einen rasanten Bevölkerungszuwachs. "Platz für 10 000" titelt die Hattinger Zeitung im August 1959. Winz-Baak ist heute mit knapp 8000 Einwohnern der zweitgrößte Stadtteil Hattingens, gleich nach der Innenstadt. ne

Facebook
 
Kommentare
29.03.2008
11:39
Ein Dorf wächst
von Feliks | #1

Zu Beginn der 1930er Jahre kann Baak nicht aufgrund der starken DKP sonder der starken KPD Klein Moskau genannt worden sein. Vergleichbar mit Mörfelden und Ueberau in Hessen. Wobei dort nach der neukonstituierung der DKP sie auch dort weiter sehr gute Ergebnisse holt. Die KPD war unter den Faschisten von 1933 bis 1945 Verboten. Ihre Mitglieder wurden verfolgt und zu großen Teilen ermordet. 1956 wurde die KPD erneut Verboten. Das Verbot besteht bis heute. 1968 wurde die DKP neu Konstituiert.

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/1636246/create

Aktuelle Fotos und Videos
Integrationsfest
Bildgalerie
Fotostrecke
Taufstein als ökumenisches Verbindungsglied
Bildgalerie
Kirche
Pfingstkirmes
Bildgalerie
Rummel
Aus dem Ressort
VHS im Zweckverband ist vom Tisch
Volkshochschule
Hattinger Beitritt abgelehnt. Einrichtungen sind zu unterschiedlich. Kooperationen angestrebt.
Quartett unterstützt Bildungsarbeit
Förderverein
Vorstand des VHS-Fördervereins setzt auf Ideen und Projekte.