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Ehrenamtliche mit Ehrgeiz und Elan

14.04.2010 | 20:57 Uhr
Ehrenamtliche mit Ehrgeiz und Elan

Hattingen. Margot Dröge ist seit 30 Jahren Vorsitzende des Turnvereins Hattingen.

„Wenn die Arbeit im Vorstand mir einmal gleichgültig werden sollte, dann hoffe ich auf eine Nachfolgerin“, sagt Margot Dröge. Aber noch will die 62-jährige Vorsitzende des Turnvereins Hattingen weder hoffen noch aufhören. Zu sehr schätzt sie die vielen Möglichkeiten zur Gestaltung. Auch nach 30 Jahren im Vorstand mit 470 Mitgliedern und 15 Übungsleitern. „Das Ehrenamt hat mir viel gegeben – viel Wissen und Erfahrung“, sagt das Gründungsmitglied.

Anfang 1980, Jahreshauptversammlung: Kassiererin Margot Dröge übernimmt den Vorsitz, nachdem Inge Jansen das Amt zehn Jahre ausgeübt hat. „Ich wollte dass es weiter geht“, sagt sie. Mit Elan und guten Ideen seien sie gestartet, gründen neue Turn-Gruppen für Mutter und Kind sowie für Senioren. „Die Junggebliebenen“, gibt es heute noch. Später turnen auch Männer mit: in der Gruppe „Er & Sie“. Bis 1988 steigt die Zahl der Mitglieder von 170 auf 270. Inzwischen ist Margot Dröge eingearbeitet und bildet sich für die Vereinsführung weiter fort.

Ein Höhepunkt für Verein und Vorsitzende stellt 1990 das Deutsche Turnfest in Dortmund und Bochum dar. „Vorher kannten wir so etwas gar nicht“, erzählt sie. Und erinnert sich an die blauen Anzüge, die sie während der Eröffnung getragen haben. „Wir waren das Wasser“, sagt die gelernte Großhandelskauffrau schmunzelnd. Durch die Turnfeste besucht sie viele Städte: Hamburg, München, Berlin, Lissabon, Göteborg. „Das ist unbeschreiblich.“ Viele Sportler habe sie kennengelernt und in den Straßen gesungen. Selbst Polizisten haben mitgefeiert – bei Festen mit 100 000 Besuchern.

Margot Dröge organisiert den Verein viele Jahre von zu Hause. Bis der 2009 in die neue Geschäftsstelle an der Rauendahlstraße zieht. Sie schreibt und verteilt: Infos zu Kursen, Ausflügen oder die Festschrift zum 25-jährigen Bestehen 1993. All das bedeute Arbeit – fast wie eine kleine Firma. Ein Tief habe sie aber nie gehabt. Sie sei ein optimistischer, ehrgeiziger Mensch. Mit einer Gabe zu organisieren und einer gesunden Portion Realismus: „Ich weiß, ein ‘Danke’ darf ich nie erwarten.“

Timo Klippstein

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