Durchimpfung empfohlen
28.04.2010 | 17:14 Uhr 2010-04-28T17:14:00+0200
Hattingen. Masern-Zahlen nicht so hoch wie in anderen Städten. Dennoch hofft das Kreisgesundheitsamt auf mehr Vorbeugung.
Masern spielen in Hattingen und im EN-Kreis, anders als in umliegenden Städten, derzeit keine Rolle.
„Es gibt immer wieder mal Fälle“, sagt Hans-Joachim Boschek, Leiter des Gesundheitsamtes in Schwelm, „aber Einzelfälle“. Eltern seien zwar keineswegs impfmüde. Doch die „Durchimpfung“ schwankt, was die einzelnen Krankheiten angeht.
Bei Röteln habe es sich zum Glück herumgesprochen, dass es für das Baby gefährlich werden kann, wenn die Mutter nicht geimpft ist. Bei Masern beugen nicht so viele Menschen vor. Doch „um einen Jahrgang zu schützen, müssen 95 bis 98 Prozent geimpft sein“.
Früher führte am Ausbruch von Masern fast kein Kinderweg vorbei. Dr. Boschek hatte sie, sein Bruder auch. Damit waren auch „Komplikationen gottgegeben“. Mittlerweile sind die meisten geimpft, könne man sich aussuchen, ob man Kinder schützt. Auch wenn derzeit keine Masern auftreten: Harmlos sei die Erkrankung nicht, die zu Hirnschädigung oder Lungenentzündung führen kann. Wobei Dr. Boschek nicht verhehlt, dass auch Impfschäden nicht völlig auszuschließen sind.
Auch er hat von „Masernpartys“ gehört, zu denen Eltern ihre Kinder schicken, damit sie sich anstecken und die Krankheit ohne Impfung durchmachen, worin er fast schon „Anstiftung zur Körperverletzung“ sieht. Die Impfung ist für ihn auch ein Akt der Solidarität. Denn im Extremfall müssten Kindergärten oder Schulen geschlossen werden. Was aber auch selten ist.
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