DJ Quicksilver zu Gast im ZDF

DJ Quicksilver
DJ Quicksilver
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Orhan Terzi gehörte zu den prägenden Djs der 1990er Jahre. Im ZDF verteidigte er das Jahrzehnt.

Hattingen..  „I have a dream“. Mehr Worte brauchte DJ Quicksilver 1996 für seinen gleichnamigen Hit nicht. Dazu packte er einige elektronische Beats und Rhythmen, die gerade in Mode gekommen waren. Fertig war sein erfolgreichster Hit, der ihn zu einem prägenden Teil der Elektro-Musikszene dieses Jahrzehnts machte.

Für das ZDF durfte DJ Quicksilver nun in Erinnerungen schwelgen. Gemeinsam mit der Sängerin und Tänzerin Loona, Moderatorin Enie van de Meiklokjes sowie Bravo-Chefredakteur Alex Gernandt nahm der Hattinger auf der Couch des Morgenmagazins „Volle Kanne - Service täglich“ (Ausstrahlung am Freitag, 9.05 Uhr) Platz. Für Terzi alles keine unbekannten Gesichter. „Enie kannte ich schon von Viva, Loona aus ihren Anfangszeiten in Spanien, als ihre Karriere als Tänzerin gerade begann.“

Aufgelegt mit Vinyl

Im Studiogespräch verteidigte Terzi dann die 90er Jahre. „Das war eine unbekümmerte, bunte Zeit ohne Handys, MP3 und Internet“, sagt der Musikproduzent. Man hat sich viel mehr mit normalen Werten beschäftigt.“ Gleichzeitig war es eine entscheidende Zeit für die elektronische Musik, wie sie auch Terzi macht. „Die heutige Chartmusik baut fast komplett auf den Pionieren der 90er auf.“

Für ein bisschen Musik sollte der DJ natürlich ebenfalls sorgen. „Das ZDF wollte mir CD-Spieler aufstellen und ich sollte ein wenig mixen. Aber die 90er waren die Zeit des Vinyls“, sagt Terzi. Da der Fernsehsender aber keine Plattenspieler beschaffen konnte, brachte der DJ seine eigene Technik und einen Hauch Nostalgie mit ins Studio.

Auch heute hört er die Musik der 90er noch gerne und legt auf den verschiedensten Partys zu diesem bunten Jahrzehnt auf. „Die Musik war vielleicht etwas einfacher, es gab weniger Produzenten, die das nötige Geld für ein gutes Equipment hatten. Aber was damals veröffentlich wurde, war dann auch meistens gut“, so Terzi, den die heutige Schnelllebigkeit im Allgemeinen und die des Musikgeschäfts im Speziellen stört. „Heutzutage entstehen gar keine musikalischen Klassiker mehr.“

Der Lieblingshit kommt von Snap

In der ZDF-Sendung ging es nicht nur um die Musik. Auch die schillernde Mode und das Essen waren Thema im Gespräch mit den vier Gästen, die alle für sich großen Erfolg in den 90ern verbuchen konnten. „Es wurde natürlich auch ein bisschen abgelästert, aber Loona schwärmt ähnlich wie ich für dieses Jahrzehnt“, sagt Terzi. Außerdem verriet der Musikproduzent, welchen Hit aus den 90er Jahren er noch immer für den Besten hält: Rhythm is a Dancer der Dance-Gruppe Snap.