Diskussion über Unterbringung der Arche Noah

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Was wir bereits wissen
Kirchenvorstand muss entscheiden, ob Kita länger im katholischen Gemeindehaus bleiben kann.

Hattingen..  Ob der evangelische Kindergarten Arche Noah, der geschlossen werden musste, weil bei Renovierungsarbeiten Asbest im Bodenkleber und nach dem Abschleifen von Türen auch in der Atemluft gefunden worden war (wir berichteten), länger­fristig in den Jugendräumen des katholischen Gemeindehaus an der Vidumestraße bleiben kann, das wird in der katholischen Stadtpfarrei gerade beraten.

Am Mittwochabend trafen sich Gemeindemitglieder und Bürger zur Diskussion und zum Austausch. „Wir haben mit den Menschen vor Ort gesprochen. Am 3. Februar wird nun der Kirchenvorstand entscheiden“, erklärt Pfarrer Winfried Langendonk, Vorsitzender des Kirchenvorstands der Katholischen Stadtpfarrei St. Peter und Paul.

Bereitschaft, den evangelischen Kindergarten weiter zu beherbergen, zeigt der Förderverein zur Erhaltung und Bewirtschaftung des katholischen Gemeindehauses in Hattingen-Blankenstein. „Aber ein Beschluss muss erst gefasst werden“, so Schatzmeister Reinhard Linde.

Das Landesjugendamt jedenfalls hatte die vorübergehende Unterbringungslösung im katholischen Gemeindehaus kurz nach dem Umzug der 45 Kinder in zwei Gruppen und sechs Erzieherinnen genehmigt.

Das Presbyterium hat sich bereits dafür ausgesprochen, das evangelische Familienzentrum Arche Noah an der Laubergasse 8 zu erhalten. Unklar ist noch, welche Kosten entstehen werden. Das Haus muss bis auf den Rohbau zurückgebaut werden, der Putz muss abgeschlagen, Fußboden und Inventar müssen nach Angaben von Pfarrerin Birgit Crone durch eine Schleuse hinausgebracht werden. Die Arbeiten werden dauern. Eine Ausweichlösung, so die Annahme, muss für mindestens ein Jahr her. Der Kindergarten ist mit der evangelischen Kita Welper Familienzentrum. „Aber die Kinder in Welper unterzubringen, passt nicht, ist auch für Eltern zu weit“, so Pfarrer Hansjörg Federmann.