Diskussion über Freiheit durch Eigentum

Die VHS und Dozent Alfred Hirsch laden zum letzten Philosophischen Café vor der Sommerpause ein. Am Sonntag, 5. Juni, um 11.15 Uhr im Alten Rathaus werden die Besucher in das Thema der Philosophin Judith Shklar „Freiheit durch Eigentum“ eingeführt. Anschließend ist Zeit für Diskussion bei Kaffee und Tee. Der Eintritt für die Veranstaltung beträgt fünf Euro.

Die in Deutschland immer noch wenig bekannte amerikanische Philosophin Judith Shklar ist eine der glühendsten Verfechterinnen eines radikalen Liberalismus. Jedoch sieht ihre Theorie einer freien Gesellschaft nicht ein exzessives Eigentumsrecht vor. Vielmehr geht es in der Freiheitstheorie Shklars vorrangig um eine Freiheit von Furcht. Eine solche Freiheit, schreibt sie, ist nur möglich, wenn es privates Eigentum gibt.

Eigentum ist demnach ein unverzichtbares Mittel, um die Unabhängigkeit des Einzelnen zu sichern. Durch das Eigentum kann der lange Arm der Regierung auf Abstand gehalten werden und es kann gesellschaftliche Macht geteilt werden. Dies ist die Basis ihrer Eigentumstheorie: Es geht um eine möglichst große Streuung von Macht, was nur durch das Privateigentum möglich sei.