Dietmar Köster vertritt auch Wittener in Brüssel

Der Europa-Abgeordnete Dietmar Köster mit seiner Büroleiterin Ulla Große-Ruyken.Foto:
Der Europa-Abgeordnete Dietmar Köster mit seiner Büroleiterin Ulla Große-Ruyken.Foto:
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Was wir bereits wissen
Der SPD-Europaabgeordnete Dietmar Köster vertritt den EN-Kreis in Brüssel. Der Mann ist Professor für Soziologie an der Fachhochschule Dortmund.

Witten..  Ein paar Möbel, Schilder und letzte Handgriffe fehlen noch im neuen Europabüro von Dietmar Köster. Das liegt mitten in Alt-Wetter. Und während der SPD-Europaabgeordnete von Montag bis Donnerstag in Brüssel und Straßburg unterwegs ist, hält Büroleiterin Ulla Große-Ruyken im Wahlkreis die Stellung. „Ich bin sozusagen das Scharnier zwischen Dietmar Köster und seinem Wahlkreis, der mit 2,4 Millionen Menschen sehr groß ist“, sagt sie. Denn neben dem Ennepe-Ruhr-Kreis gehören dazu auch Bochum, Dortmund, Unna, Hamm, Warendorf und Münster. „Es kommen auch Bürger persönlich, aber die allermeisten Bürgeranfragen laufen über Mails.“

Europa zu den Bürgern bringen, das sei ein großes Anliegen des erstmals ins Europaparlament gewählten Köster. Damit sie aus nächster Nähe erleben können, wie seine Arbeit als EU-Abgeordneter aussieht, lädt er nun auch zwei Mal im Jahr Bürger nach Straßburg ein. „Im Oktober war die erste Gruppe aus dem EN-Unterbezirk dort. Die waren beeindruckt von dem, was sich dort tut. Und sie konnten Dietmar Köster auch auf seinem Platz mit der Nummer 555 im Straßburger Parlament erleben“, sagt Ulla Große-Ruyken.

„In der Regel kommt Dietmar Köster freitags gegen 14 Uhr hier an“, erklärt sie, blickt zur Tür und lacht. Denn just in diesem Moment betritt der SPD-Politiker das Büro, setzt sich schnell dazu und erklärt: „Freitags machen wir hier immer ein Jour fixe. Dann wird die Planung für die kommende Woche und darüber hinaus gemacht.“ Montags setze er sich dann wieder in den Zug nach Brüssel, was übrigens – auch mit oder trotz der Deutschen Bahn – gut funktioniere. „In Brüssel habe ich inzwischen eine Wohnung, damit ich am Ende des Tages ein bisschen nach Hause kommen kann. Ich fühle mich politisch wohl und bin in Brüssel angekommen“, sagt Köster.

„Einmal im Monat sollte ein Sonntag frei sein für die Familie“

Wie er sich mit den anderen Abgeordneten aus verständigt? „Bei offiziellen Sitzungen laufen Übersetzungen über den Kopfhörer. Bei informellen Gesprächen und Sitzungen wird Englisch gesprochen.“ Nur mit der Genossin, die links neben ihm im Parlament sitzt, sei die Verständigung etwas schwierig. „Sie ist Finnin und auch dann noch schwer zu verstehen, wenn sie Englisch spricht“, sagt er schmunzelnd.

Donnerstagabends landet Dietmar Köster mit dem Zug wieder am Dortmunder Hauptbahnhof; dann stehen – wie auch am Wochenende – oft noch Termine im Kalender. „Einmal im Monat sollte ein Sonntag frei sein für die Familie“, sagt Köster

Reden wir noch ein wenig über Europa und die Politik für die große Gemeinschaft, die Köster als Abgeordneter direkt mitgestaltet. „Viele Bürger fragen sich, wie es wirtschaftlich und sozial weitergeht, und sie machen sich Sorgen, was die außenpolitische Entwicklung betrifft. Da haben wir als Europaabgeordnete die Aufgabe, die Skepsis gegenüber Europa abzubauen und mit unserer Politik nicht die Ängste noch zu schüren“, so Köster.

An Stelle von Sparpolitik müsse Wachstums- und Beschäftigungspolitik treten, damit die Menschen mit Europa die Hoffnung auf ein besseres Leben verbinden.