Die Zukunft der Pflege

Klinik Hattingen Blankenstein hat Besuch von Karl-Josef Laumann, Staatssekretär NRW , am Montag, dem 18.05.2015. Hier im Gespräch mit Mechtild Lohmann, Krankenschwester Naturheilkunde und Prof. Dr. Andre-Michael Beer, re. Walter Fischer / Funke Medien Services
Klinik Hattingen Blankenstein hat Besuch von Karl-Josef Laumann, Staatssekretär NRW , am Montag, dem 18.05.2015. Hier im Gespräch mit Mechtild Lohmann, Krankenschwester Naturheilkunde und Prof. Dr. Andre-Michael Beer, re. Walter Fischer / Funke Medien Services
Foto: Fischer
Staatssekretär Karl-Josef Laumann war am Montagnachmittag zu Besuch in der Klinik Blankenstein. In der Krankenhaus-Caféteria führte er mit rund 30 Interessierten unter der Fragestellung „Der Pflege eine neue Seele geben?“ eine angeregte Diskussion.

Hattingen..  Wohin führt die Zukunft in der Pflege? Was kann das Gesundheitssystem in punkto Pflege steuern, was finanzieren und was nicht? Es waren dies Kernfragen eines angeregt geführten Gedankenaustausches zwischen Staatssekretär Karl-Josef Laumann und rund 30 Interessierten in der Klinik Blankenstein. Angeregt zu dem Treffen in der Krankenhaus-Caféteria unter der Fragestellung „Der Pflege eine neue Seele geben?“ hatten CDA und Senioren-Union im Ennepe-Ruhr-Kreis sowie der gesundheitspolitische Arbeitskreis der CDU.

Laumann, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Patienten sowie Bevollmächtigter für Pflege, redete nach einer Besichtigung des Hauses, insbesondere der Klinik für Naturheilkunde, Klartext. Er glaube „schon, dass Pflege unter Druck steht“ – gerade auch im Krankenhauswesen. 40 000 Pflegestellen seien bundesweit in den vergangenen Jahren abgebaut worden, das bedeute für die in diesem Bereich Arbeitenden „eine riesige Verdichtung“. Pflege müsse „aufgewertet werden“.

Nur: Wie?

„Strukturqualitätskriterien für die Pflege aufzustellen“, forderte etwa Elmar Hanke, Pflegedirektor am Katholischen Klinikum Bochum, zu dem auch die Klinik Blankenstein gehört. Derweil betonte der Ärztliche Geschäftsführer, Dr. Christoph Hanefeld, man brauche vor allem „kreative Lösungen“, um Pflegekräfte sinnvoll einzusetzen. Eine examinierte Krankenschwester etwa müsse nicht unbedingt Essen an Patienten austeilen.

Kreative Lösungen in der Pflege zu finden: Das scheint überhaupt die Aufgabe der Zukunft zu sein angesichts einer Gesellschaft, in der der Anteil der Pflegebedürftigen Jahr für Jahr steigt, wie Laumann betonte. Seine Vorstellungen unter anderem: eine Entlastung häuslich Pflegender durch den Ausbau der Tagespflege, mehr Wohngruppen und Demenz-WGs.

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