Die Zeit blättert den Tag um
23.08.2011 | 21:00 Uhr 2011-08-23T21:00:00+0200
Hattingen. 40 Aphorismen und zwölf Zeichnungen: Der Förderverein des Deutschen Aphorismus-Archivs gibt seinen ersten Kalender heraus.
„Die Zeit blättert den Tag um.“ Dieser Gedankenflug von Baeredel Brehl aus Dortmund und die farbige Zeichnung „Globetrotter“ des polnischen Künstlers Zygmunt Januszewski zieren das Deckblatt des ersten Dapha-Kalenders, der am 20. September im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Deutschen Aphorismus-Archivs im Stadtmuseum Hattingen erscheinen wird. Der 60-seitige Wandkalender umfasst 40 Aphorismen – sie bilden die Spruchseiten für 40 Wochen im neuen Jahr – von 29 schreibenden Dapha-Mitgliedern aus Bochum bis Zug (Schweiz).
Ferner sind in ihm zwölf farbige Zeichnungen von sechs Künstlern – jeweils zu Beginn eines Monats – enthalten. Mit dabei sind die Hattingerin Carmen Meiswinkel und H.D. Gölzenleuchter aus Bochum, außerdem neben Z. Januszewski aus Warschau H.J. Uthke (Hilden), Marlies Blauth (Meerbusch) und Andreas Nossmann (Brühl).
Auf dem Blatt der ersten Woche ist zum Beispiel der saisonal passende Aphorismus von H.J. Quadbeck-Seeger abgedruckt: „Gute Vorsätze zählen zur bevorzugten Beute des inneren Schweinehundes.“
Sehen und denken
Auch der bekannte Kölner Aphoristiker und Immunbiologie Gerhard Uhlenbruck ist mit drei Sentenzen vertreten, so in der 52. Woche mit seinem aphoristischen Kommentar: „Weihnachten bietet uns den willkommenen Anlass, den Mitmenschen ganz ungeniert mit Geschenken bestechen zu können.“ Und vom Bochumer Autor Hugo Ernst Käufer stammt die denkwürdige Einsicht: „Wir sehen, was wir uns denken.“
Herausgeber des Kalenders sind Friedemann Spicker und Jürgen Wilbert vom Förderverein des Deutschen Aphorismus-Archivs (Dapha). Der Kalender ist über den Universitätsverlag Brockmeyer Bochum zum Preise von rund 25 Euro zu beziehen (ISBN 978-3-8196-0817-9). Die Auslieferung erfolgt ab September.
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