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Die Technik für die Technik

15.02.2012 | 17:39 Uhr
Die Technik für die Technik
Multimediatechniker Peter Müller (59). Foto: Svenja Hanusch / WAZ FotoPool

Hattingen.  Peter Müller ist Multimediatechniker und installiert Antennen- sowie Kabelanlagen.

„Wir sind immer gefragt. Die Technik wechselt zwar ihren aktuellen Stand, die Aufgaben bleiben dabei aber dieselben“, sagt Peter Müller. Er ist Multimediatechniker und baut jegliche Arten von Kabelanlagen bei seinen Kunden ein und Antennen auf.

Seinem Beruf geht Müller schon seit seiner Schulzeit nach. Der heute 59-Jährige ist gelernter Radio- und Fernsehtechniker. Der Beruf habe sich aufgrund der neuen Medien jedoch verändert und erweitert. 44 Jahre Erfahrung kann er nachweisen.

„Gereizt hat mich immer die mechanische Abwicklung. Es war jedes Mal ein Erfolgserlebnis, wenn der Kunde Fernsehprogramme empfangen konnte“, meint er. Dies klappte bei ihm immer auf Anhieb. Nie gab es Probleme bei der Einstellung. Sagt er. „Heute dauert es manchmal etwas länger. Die Digitalisierung ist aufwändiger und über einen Computer muss ich die Programme erst suchen“, erklärt Müller.

Die Baustellen des Selbstständigen sind überwiegend außerhalb von Hattingen. „Wir bedienen auch Privatkunden vor Ort, häufig erhalten wir jedoch Großaufträge für ganze Häuserblöcke.“

Die Arbeiten dauern dabei auch einmal drei bis vier Wochen – je nach Umfang der Techniknutzer. „Für diese Zeit ziehen meine Mitarbeiter vor Ort in eine freie Wohnung, die sie mit Kabelverbindungen ausstatten. Früher war ich oft dabei. Heute ist das seltener der Fall“, berichtet Peter ­Müller. Er begutachtet aber jede Baustelle, bevor die Arbeiten beginnen und ist für die spätere Abnahme zuständig. Für ihn bedeutet das viel Fahrerei, da ihn auch Kunden – oftmals Wohnungsbaugesellschaften – außerhalb von Nordrhein-Westfalen in Anspruch nehmen.

Neben der Neuverlegung und Ausstattung von Kabelnetzen und Multimediatechnik regelt Peter Müller auch Aufrüstungen. „Erneuerungen im Bereich von Telefonie, Fernsehen und Internet.“ Zur Messung der notwendigen Frequenzen und der einzuhaltenden Normwerte benutzt er ein spezielles Gerät, ein Dsam. Es misst unter anderem die Funktionalität und die Störstrahlungsfestigkeit. „Es kostet rund 10 000 Euro. Vorsichtiger Umgang ist daher wichtig. Die Geräte sind sehr empfindlich“, betont Müller. Ins­gesamt besitzt er vier dieser Geräte. Eines ist ihm bereits kaputt gegangen.

In der heutigen Zeit sind stärkere Kabel mit höherer Frequenz, gefragt. „Es gibt nämlich mehr Störträger als früher. Darauf muss auch der Privatmann achten. Es hilft nicht, neue Kabel im Keller zu verlegen, wenn der Kunde weiterhin mit seinem alten Kabel Fernsehen schaut“, sagt Müller. Dies sei der häufigste Grund, wenn Fehlerquellen gemeldet werden. „Der Kunde muss sich einfach ein neues Kabel zulegen, welches im Fachhandel erhältlich ist.“

Neben den Kabeln bringt der Hattinger die dazugehörigen Antennen an. Dabei befand er sich bereits in 70 Metern Höhe. „Höhenangst habe ich nicht“, sagt Peter Müller. „Irgendwann ist es auch Gewohnheit.“

Hendrik Steimann

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