Die Hattinger mögen es fruchtig

Vito Fregona (60) betreibt seit 26 Jahren das Eiscafé Venezia in Welper.
Vito Fregona (60) betreibt seit 26 Jahren das Eiscafé Venezia in Welper.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Zum Saisonauftakt bieten Eisdielen neue Eissorten an. Fruchteis ist fast überall am beliebtesten.

Hattingen..  Jetzt, wo draußen der Frühling Menschen bei Sonnenschein und milden Temperaturen auf die Straße lockt, hat die Eiscafé-Saison begonnen. In den Hattinger Eisdielen in der Innenstadt, Welper und Blankenstein können Gäste viele neue Kreationen kosten. Selbstverständlich sind aber auch weiter die Klassiker in den Kühlregalen zu finden. Doch welche Neuerungen erwarten die Kunden und was finden sie wie gewohnt vor? Die WAZ Hattingen hat sich bei den Eisdielen-Besitzern umgehört.

Eiscafé San Remo, Heggerstraße

Pina Colada, Aperol Sprizz und Campari Orange: Was sich liest wie die Cocktailkarte einer Bar, das sind die neuen Eissorten, die Alberto Fabbro, Besitzer des Eiscafés San Remo, in dieser Saison im Angebot hat. „Für die Herstellung des Speiseeis’ werden keine Aromen, sondern die originalen Liköre verwandt“, erklärt Fabbro.

Überhaupt mögen seine Kunden es eher ungewöhnlich, verrät Fabbro. Zu den Klassikern auf seiner Eiskarte zählen etwa exotisch angehauchte Sorten wie Mango, Papaya, aber auch Schoko-Chili und Cherry Manie, ein Milchspeiseeis mit Schwarzwälder Sauerkirschen und Bittermandelschokoladenkrokant. Seine Gäste werden im Eisjahr 2015 mit vielerlei kalten Genüssen für Eisliebhaber, die Ungewöhnliches mögen, verwöhnt.

Eis Pampanin,Große Weilstraße

„Das Bubbly-Eis wird vor allem von Kindern sehr gerne genommen“, sagt Romeo Pasquandrea von Eis Pampanin auf der Großen Weilstraße – und zeigt auf die quietsch-rosafarbene Sorte in seiner Auslage. Das Joghurt-Eis, das er in immer unterschiedlichen Variationen – aktuell mit Granatapfel oder auch Feige – anbietet, sei eher etwas für die ältere Kundschaft. Die Kassenschlager, sagt Pasquandrea, wären aber die ganz traditionellen Sorten: Vanille, Erbeere, Nuss. Auch Sorten wie Pino Pinguino, ein Milchspeise-Eis mit Nutella, sowie diverse Schokosorten mit dunkler oder weißer Schokolade würden gern geschleckt. „Obwohl im Sommer vermehrt fruchtige Eissorten gekauft werden.“

Eiscafé Venezia, Thingstraße

„Ich war in den vergangenen Monaten in Italien und in Deutschland auf verschiedenen Messen, um neue Eissorten für mein Eiscafé zu finden.“ Und die Suche von Vito Fregona, Besitzer der Eisdiele Venezia am Marktplatz in Welper, war erfolgreich. Seine Kunden kommen nun in den Genuss von Sorten wie Mascarpone-Feige oder auch Buttermilch-Holunder. Aber auch die bewährten Sorten wie Amarena oder Yogurette seien nach wie vor erhältlich, betont Fregona. Denn deswegen käme seine Stammkundschaft ja, die nach seinen Angaben etwa 90 Prozent der gesamten Kundschaft ausmache. „Die Leute kommen teilweise schon so lang hierher, wie es die Eisdiele gibt – also fast 50 Jahre.“

Eiscafé Filipin, Marktplatz

Der Klassiker im Eiscafé Filipin ist der „Vulkan“-Becher, der mit einer Soße auf gekochten Erdbeeren, Pfeffer und Anis-Schnaps beträufelt wird. „Viele Kunden bestellen den immer wieder“, sagt Monica Fidalgo. Und auch, wenn weiter die Eissorten-Klassiker über die Ladentheke gehen, gibt es in Blankenstein Neues im Sortiment: Holunderbeere und Birne. Wobei auch für diese Eissorten gilt: Bei Filipin wird Eis ausschließlich selbst hergestellt. Die Speiseeismaschine ist über 40 Jahre alt.