Die glamouröse Welt der Musicals

Mit dem Maskenball aus dem Musical „Das Phantom der Oper“ brachte die Theatergruppe den Glamour auf die Bühne.Fotos:Manfred Sander
Mit dem Maskenball aus dem Musical „Das Phantom der Oper“ brachte die Theatergruppe den Glamour auf die Bühne.Fotos:Manfred Sander
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Was wir bereits wissen
Die Theatergruppe „Mummenschanz“ präsentierte einem kleinen Publikum in Holthausen eine Mischung ihrer Lieblings-Stücke.

Hattingen..  Das Licht geht aus, die Musik geht an und der Vorhang öffnet sich. In gemütlicher Atmosphäre sitzen rund 30 Zuschauer an kleinen Zweier-Tischen mit Teelicht im evangelischen Gemeindezentrum Holthausen zusammen und warten gespannt auf den Beginn der Vorführung der Theatergruppe „Mummenschanz“. „Wir haben uns bewusst dazu entschieden, keine großen Stuhlreihen zu stellen, um dem Publikum etwas näher zu sein“, erklärt Ilka Schulte das neue Konzept der Gruppe.

Die Vorführung stand unter dem Motto „Lieblingsstücke“ – jeder Darsteller hat sich aus bekannten Musicals sein persönliches Lieblingslied herausgesucht. Gleich zu Beginn lieferte die Gruppe einen Einblick in die glamouröse Musical-Welt: Bei dem Stück „Maskenball“ aus „Phantom der Oper“ tanzten die Darsteller in pompösen Ballkleidern, mit Masken im Gesicht und Fächern in der Hand elegant über die Bühne. Auf Bühnenbilder verzichtete die Gruppe während der Vorführung auf Grund der vielen ganz unterschiedlichen Stücke.

Einige Lieder aus demselben Musical wurden zum Teil auch aneinandergereiht, um einen kleinen Einblick in die Geschichte zu geben – vor allem bei den Musicals, die bereits zum festen Repertoire der Gruppe gehören. So zeigten die Darsteller in drei Liedern aus dem Musical „Wicked“ ihr tänzerisches Talent. Bei dem Lied „Tanz durch die Welt“ entwickelte sich auf einer Party eine Liebesgeschichte, als verschiedene Paare mit einem Walzer romantisch über die Bühne tanzten. Auch die Hexe Galinda, das Mauerblümchen des Musicals, nahm ihren großen Hut ab, zeigte ihre wahre Schönheit und verliebte sich.

Nur noch neun Darsteller

Beim Wechsel zum nächsten Stück improvisierten die Darsteller und überbrückten die Pause zum Umziehen charmant mit einem Toast auf das Publikum. Es ging ein bisschen hektischer zu als sonst, da von den ursprünglich 25 Darstellern nur noch neun übrig geblieben sind. Ein positiver Effekt: Jeder hatte die Möglichkeit, das ein oder andere Solo zu spielen.

Trotzdem stellten sie ihre große Wandlungsfähigkeit unter Beweis. Hexen wurden im nächsten Stück „Die Päpstin“ zu Mönchen, die in braunen Kutten mit lateinischem Gesang durch das Publikum aus der Dunkelheit hin zur Bühne schritten. Das Stück mit seiner düsteren Stimmung stand im Gegensatz zum vorherigen Programm – die Darsteller überzeugten hierbei nicht durch Tanz, sondern durch eine ruhige, konzentrierte Präsenz. Erzählt wurde ein Ausschnitt aus der Geschichte von Johanna, die als Frau die Rolle des Papstes Johannes spielte bevor sie der Öffentlichkeit ihr wahres Ich zeigte.