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Altstadtgespräch

Die Balance des Körpers zählt

26.11.2015 | 18:00 Uhr
Die Balance des Körpers zählt
Foto: Manfred Sander

Hattingen.   Beim Altstadtgespräch diskutierten die Referenten über die Bekämpfung von Rückenleiden. Die Akupunktur kann dabei nur eine von vielen Maßnahmen sein.

Fast die Hälfte aller Fehltage wird durch Langzeitkranke verursacht. Dies teilte die BKK in ihrem Gesundheitsreport 2015 mit. Die häufigste Ursache sind dabei Muskel- und Skeletterkrankungen, vor allem Rückenleiden fallen stark ins Gewicht. So groß das Problem, so breit gefächert sind auch die Behandlungsmethoden. Beim Altstadtgespräch am Mittwoch ging es unter anderem um Akupunktur.

Denn: „Bei Kniebeschwerden und chronischen Rückenleiden übernehmen die Krankenkassen die Kosten für die Akupunktur“, sagt Jürgen Bachmann. Diese allein sei aber kein ausreichendes Mittel zur vollständigen Heilung, so der Orthopäde und Schmerztherapeut der amc-Praxisklinik. Vielmehr sei es die physische und die psychische Ebene in Summe, die den Unterschied mache. „Die Akupunktur bewegt sich genau in diesem Bereich“, so Bachmann.

Das Therapiekonzept der Klinik für Naturheilkunde an der Klinik Blankenstein, vorgestellt von Direktor Prof. Dr. André-Michael Beer, geht ebenfalls auf diese Mischung ein. Denn auch hier soll ein Mix aus verschiedenen Therapien zum Erfolg führen, die Akupunktur kann dabei ein Teil sein „Es geht um milde Bewegungstherapie, ein paar Punkte bei der Ernährung. Die Patienten sollen die Energien, die sie noch haben, aktivieren“, sagte Beer. Dabei machte er keinen Hehl daraus, dass seine Patienten die Klinik nicht vollständig geheilt verlassen. „Aber sie wissen, wie sie nun weiter mit den Erkrankungen umgehen sollen“, so Beer.

Auch Dr. Ivanka Glavina, Oberärztin der ambulanten Rehaklinik Ortho-Mobile, erklärte, dass die Überwindung von chronischen Rückenleiden einen langen Atem braucht. „Wir zielen bei der Behandlung auf eine medizinisch-beruflich-orientierte Reha“, so Glavina. Ziel sei es, mit den Patienten gesunde Bewegungsabläufe für den Alltag zu erarbeiten.

Dauerstress vermeiden

Zudem zeigte Glavina statistisch auf, dass Stress einen klaren Einfluss auf Muskel- und Rückenschmerzen hat und damit einen Teufelskreislauf erzeugt, der nicht mit einzelnen Maßnahmen zu bekämpfen ist. „Da kommen sie nur raus, wenn sie sich aktiv bewegen“, so das Credo der Medizinerin.

Neben der Bewegungsfreudigkeit sprach sie sich zudem für eine Verbesserung der alltäglichen Haltung sowie ein rückenfreundliches Umfeld aus. „Dabei geht es auch um das richtige Bett oder die Einstellung des Autositzes“, so Glavina. Ähnlich wie Prof. Dr. Beer richtete auch sie zudem den Blick auf die richtige Ernährung sowie eine bessere Zeitplanung zur Vermeidung von Dauerstress.

Fabian Nitschmann

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2015-11-26 18:00
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