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Die Awo ist nah dran an den Menschen

05.02.2016 | 18:18 Uhr
Die Awo ist nah dran an den Menschen
Aktiv im Operncafé des Emmy-Kruppke-Zentrums Welper: Silvia Zettel. Dort gibt’s Kaffee und Kuchen für Bewohner und Besucher. Foto:Volker Speckenwirth

Hattingen.   Silvia Zettel sieht Hattingen gut aufgestellt bei Senioren, vermisst Nähe zu Kindern und Jugendlichen.

Mit ihrem Operncafé im Emmy Kruppke Zentrum ist die Awo Welper ganz nah dran an alten Menschen, am Stadtteil, am Thema Integration. Letztere „wird einfach gelebt“, sagt Silvia Zettel, etwa dadurch, dass Pflegekräfte ganz selbstverständlich Kopftuch tragen.

Die Welperanerin ist nicht nur zuständig fürs Operncafé, sondern auch stellvertretende Kreis- und Unterbezirksvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt. Der Vorstand legt am 20. Februar in Ennepetal Rechenschaft ab in seinem Geschäftsbericht für die Zeit von März 2012 bis Februar 2016. Er steht unter dem Motto „Nähe ist mehr als geringe Entfernung“, was die beiden „Covergirls“ Lamratou Ibrahim Halilou und Meike Frederike Siedler verdeutlichen. „Zwei sehr nette Mädchen“, sagt Silvia Zettel über die Auszubildenden.

Sie sieht Hattingen bei den Senioren sehr gut aufgestellt. „Was uns fehlt, sind Kinder und Jugendliche.“ Nur bei einer OGS in Hattingen mischt die Arbeiterwohlfahrt mit. Sie unterhält Kitas im Kreis, nicht aber in Hattingen, was Silvia Zettel bedauert, die sich seit den 1990ern in der Awo engagiert.

„Uns sterben die Mitglieder weg“, sagt sie. Und neue Frauen sind nicht einfach zu finden. Die sind heute berufstätig bis zur Rente, haben wenig Zeit. So gibt es auch im Café Helferinnen, die mit anpacken – aber ohne Awo-Mitgliedschaft, weil sie sich nicht binden wollen.

Auf die zunehmende Bedeutung von Projektarbeit geht auch der Geschäftsbericht für die letzten vier Jahre ein. Die Stadtteilarbeit im Netzwerk Welper sei auch projektbezogen, sagt Silvia Zettel.

„Bürgerschaftliches Engagement ist in unserer Gesellschaft unverzichtbar: Es stärkt Lebensqualität, solidarisches Zusammenleben und die Demokratie“, heißt es im Geschäftsbericht, der sich für Chancengleichheit, Flüchtlinge, Migranten, Benachteiligte einsetzt. Kreativ und innovativ bleibe er nah dran an den Menschen. 3200 Mitglieder in 29 Ortsvereinen, zwei Stadtverbänden und 950 Mitarbeiter sorgen dafür.

Brigitte Ulitschka

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2016-02-05 18:18
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