Der Multi-Musiker

Konstantin Kraft
Konstantin Kraft
Foto: KK
Was wir bereits wissen
Konstantin Kraft ist nicht nur gelernter Klavier- und Cembalo-Bauer, sondern leitet auch einen Gospelchor und tritt mit seinem Cello auf.

Hattingen..  Bereits im Alter von drei Jahren klimperte er mit seiner Mutter auf dem Klavier. Die Musik begleitet seitdem sein Leben. Heute ist Konstantin Kraft Klavierstimmer, Klavier- und Cembalo-Bauer sowie privater Musiklehrer.

Der 51-Jährige kann sich ein Leben ohne Musik gar nicht mehr vorstellen. „Es ist wie die Liebe zu meiner Frau“, stellt er einen Vergleich an. Die Musik bedeutet ihm sehr viel, erfüllt ihn und hält ihn auf Trab. Außerdem habe er durch sie viele nette Leute kennengelernt – sei es durch seinen Kundenstamm beim Klavierstimmen oder durch seine Auftritte.

Mit sechs Jahren lernte er Klavierspielen und zwei Jahre später Cello. Nach seinem Abitur absolvierte Kraft seine Lehre zum Klavier- und Cembalobauer. „Es ist in unserer Familie Tradition, dass erst eine Lehre gemacht wird und dann ein Studium“, erzählt er. Also folgte nach der Lehre sein Studium in den Fächern Klavier und Violoncello am Folkwang-Konservatorium. Der studierte Musiker erinnert sich dabei noch gut an seine Lehrer. „Sie haben mir einiges mitgegeben. Dozent Stichelbach war ein klassischer Pianist, hat bei mir aber auch die Anfänge des Jazz gelegt“, sagt Koch. Jazz und Blues studierte er danach in Freiburg.

Heute ist er in einer weiteren musikalischen Stilrichtung unterwegs: dem Gospel. „Ich habe früher auf dem Klavier immer schon Boogie und Gospel gespielt“, erzählt Kraft. Zudem beendete er beim Bistum Essen die Ausbildung zum Kirchenmusiker und leitete bis heute mehrere Chöre. Darunter auch zwei Jahre lang die „Happy Singers“ aus Holthausen. Momentan ist er Chorleiter des Gospelchores „Feel The Gospel“ aus Niederwenigern. Teilweise komponiert Kraft dafür auch selbst.

Solo-Auftritte absolviert Kraft mit dem Cello. Dabei spielt er klassische Werke. Wie im Januar auf Gran Canaria, im Templo Ecomenico. Bei einem Urlaub auf der Insel hatte er Kontakt mit einem Pfarrer geknüpft. Außerdem steht Kraft gemeinsam mit Imke Spöring und Corina Friesen als Trio „Tango Emocional“ auf der Bühne. Zu seinem Cello sind dann auch ein Akkordeon und Gesang zu hören.

Neben seinen Auftritten stimmt er Klaviere. „Gebaut werden sie in einer Werkstatt, ich stimme oder restauriere sie“, erklärt er. Das macht er auch für die Folkwang-Musikhochschule, die Philharmonie Essen und das Essener Aalto-Theater. „Eigentlich hatte ich früher auf das Spannen der Drähte keine Lust. Heute ist es wie eine Meditation“, sagt der Wennische.

Einen Traum hat Konstantin Kraft übrigens noch: „Ich möchte in fünf Jahren mal ins Fernsehen und gemeinsam mit jemandem eine Show mit Musik und Kabarett leiten.“