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Herbstmarkt

Der Herbstmarkt fällt ins Wasser

08.10.2012 | 12:12 Uhr
Der Herbstmarkt fällt ins Wasser
Heidemarie Lemke vom Puppenstand fühlt, ob es noch regnet.Foto: STEFAN AREND

Hattingen.   Sturm, Regen und wenig Besucher in der Innenstadt: Händler sind unzufrieden.

„Der Herbstmarkt bleibt durch das schlechte Wetter in diesem Jahr leider hinter den Erwartungen zurück“, beschreibt Georg Hartmann vom Stadtmarketing die ernüchternde Bilanz der fünftägigen Freiluftveranstaltung in der Innenstadt. Statt goldenem Herbstwetter und gemütlichem Stadtbummel herrschten hier vorrangig Sturm und Starkregen.

„Leider steht und fällt eine Open-Air-Veranstaltung immer mit dem Wetter“, bemerkt Hartmann: „Dagegen können wir leider nichts ausrichten.“ Der Herbst sei unberechenbar. Das mussten besonders die Händler von „Kunst und Co.“ im St. Georgs-Viertel spüren – an dreien der fünf Markttage verlief sich kaum ein Besucher in die verregnete Altstadt.

„Durch das schlechte Wetter habe ich in diesem Jahr ein absolutes Minus erzielt“, beschreibt Martin Singer sein Verkaufsergebnis – an seinem Stand bietet der Händler neben marokkanischer Keramik auch verschiedene exotische Tee-Sorten an. Auch Heinz Kaiser vom Stand „Home Life“ bestätigt die schlechte Bilanz seines Kollegen: „Wir hatten in den vergangenen Tagen kaum Besucher im St. Georgs-Viertel.“

Besonders unzufrieden ist Heidemarie Lemke am Puppen-Stand. „Es läuft ziemlich beschissen“, bringt die Händlerin ihre Wut über die Situation zum Ausdruck. Das Wetter habe dem Herbstmarkt einen Strich durch die Rechnung gemacht: „Gerade am Donnerstag und am Freitag hatten wir viel Pech und kaum Kundschaft.“

Durch die hohen Standmieten habe sie in den vergangenen Tagen kaum Gewinn gemacht, beschwert sich die Händlerin. Daran könne auch der sonnige Sonntag nichts mehr ändern. „Viele Händler werden sich bestimmt noch überlegen, ob sie im kommenden Jahr noch einmal hierher kommen werden“, prophezeit Heidemarie Lemke und runzelt die Stirn: „In diesem Jahr hat es sich nicht gelohnt.“

Verkaufsoffener Feiertag

Allein der verkaufsoffene Feiertag am Mittwoch sei erwartungsgemäß gut besucht gewesen, erinnert sich Stadtmarketing-Chef Georg Hartmann: „Auch am Sonntag hat das Wetter dann wieder mitgespielt.“ Am Donnerstag und Freitag trauten sich dagegen nur wenige Besucher mit Schirm und Regenjacke in die Altstadt. „Man kann leider vorher nie wissen, wie das Wetter wird“, entschuldigt Hartmann und gibt zu bedenken: „In den vergangenen Jahren hatten wir oft Glück.“

Julia Benkel

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