Der Club der Hobbyfotografen im Hammertal

Im Foto-Studio: Holger Hänsch und Claus Schäfer (von links) mit Beleuchtungsausrüstung
Im Foto-Studio: Holger Hänsch und Claus Schäfer (von links) mit Beleuchtungsausrüstung
Foto: Barbara Zabka
Was wir bereits wissen
Foto-Club Objektiv Art ‘96 lockt Foto-Fans aus dem ganzen Ruhrgebiet in seine neuen Räume im Hammertal. Das Studio und eine Dunkelkammer bieten professionelle Bedingungen.

Hattingen..  Ihre Fotos haben sie in den Mappen mitgebracht – die Hobbyfotografen des Vereins Objektiv Art ‘96 fotografieren alles. Gegenstände, Portraits, die Natur, bis hin zur Aktfotografie. Alles kann vor das Objektiv der Fotobegeisterten geraten. Einziger gemeinsamer Nenner ist, dass die Fotos nicht kommerziell vertrieben werden. Dabei seien fünf der 60 Mitglieder sogar Profis. Etwa 25 Fotografen sind am Mittwoch bei einem der regelmäßigen Treffen dabei, auf dem sie ihre neuesten Bilder präsentieren. In den Räumen im Hammertal hat der Foto-Club eine neue, größere Heimat gefunden.

Die Räume waren vorher eine Wohnung. Der Vermieter sei dem Verein entgegen gekommen. „Wir wissen wie viel der Vormieter gezahlt hat“, sagt der erste Vorsitzende Holger Hänsch. „Das ist ein ganz deutliches Entgegenkommen, was wir an Miete zahlen.“ Auf etwa 210 Quadratmetern, 20 mehr als in den alten Räumlichkeiten, befinden sich eine Dunkelkammer, ein großer Versammlungsraum und in der Ecke ein Fotostudio samt Beleuchtung und verschiedenen Hintergrund-Tapeten. Um das zu nutzen müssen zwar in dem Raum einige Tische beiseite geschoben werden, aber „das ist ein Anziehungspunkt“, so Hänsch.

Den Umzug haben die Hobbyfotografen genutzt, um den Verein neu aufzustellen. Eine erste Themengruppe hat sich gebildet. Claus Schäfer, Vorstandsmitglied im Foto-Club und gleichzeitig Mitglied im Naturschutzbund (Nabu), hat sich mit anderen aus dem Club der Naturfotografie verschrieben. An gesonderten Terminen treffen sie sich und besprechen ihre Fotos von Wäldern, Wiesen und Weihern. Zum ersten Treffen kamen 26 Interessierte, die Schäfer beim Nabu angesprochen hat – potenzielle neue Mitglieder für den Foto-Club. Als nächstes soll eine Themengruppe Studiofotografie folgen.

Eine bunte Truppe

Hannes Vockel (37) ist 1997, ein Jahr nach der Gründung, in den Verein eingetreten. Damals war er der Jüngste. Jetzt ist er zweitjüngstes Mitglied, aber am längsten dabei. Für Freizeit-Fotografen seien die Möglichkeiten optimal. „Wir sind eine bunte Truppe, alle Sparten sind vertreten“, sagt er und deutet auf ein Vereinsmitglied: „Günter ist ein Charakter, er ist die Seele des Vereins.“ Günter Rähse (72) ist Rentner und hat beim Umzug mit angepackt.

Am neuen Standort sind die Mitglieder gut angekommen. Nach einer Besprechung – was liegt an, wo sind gute Ausstellungen – geht es beim Treffen ans Bewerten. Thema diese Woche sind Wiederholungen: aufgereihte Weinflaschen, Fahrräder, Kleiderbügel... Bewertet werden das Licht, die Farbgestaltung und die Bildidee – ein richtiger interner Wettbewerb.