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Gestiegene Gebühren

Dauerparker drehen ab

31.05.2010 | 18:04 Uhr
Dauerparker drehen ab

Hattingen.Kurzzeitparker sind geteilter Meinung über die Gebührenerhöhung auf den Parkplätzen der Stadt.

Seit dem 1. Mai erhebt die Stadt höhere Parkgebühren für Kurzzeit- und Dauerparker. Die Verdopplung der Gebühren wirkt sich jetzt schon auf das Parkverhalten der Bürger aus. Vor allem im Altstadtparkhaus, aber auch auf dem P+R-Anlage gebe es weniger Dauerparker, teilt Stadtsprecher Steffen Heritsch auf Nachfrage mit.

Ein Dauerparkticket im Altstadtparkhaus kostet seit einem Monat 50 statt 30 Euro und auf der P+R-Anlage 15 statt 7,50 Euro. Für das Altstadt-Parkhaus seien derzeit Dauerparkplätze verfügbar, sagt Heritsch. Vor der Gebührenerhöhung mussten sich viele Interessenten noch mit einem Platz auf der Warteliste begnügen.

Mehr Dauerparker habe das privat betriebene Parkhaus im Reschop Carré, das zwei Euro weniger als das Altstadt-Parkhaus im Monat verlangt, aber nicht verzeichnet, erklärt Andreas Weller von Vinci Park.

Auch die Kurzzeitparker müssen für eine halbe Stunde Parkzeit tiefer in die Tasche greifen. „Es ist seit der Gebührenerhöhung etwas weniger geworden”, berichtet Birgit Schmidt vom Ordnungsamt, die für die Sicherheit im Altstadt-Parkhaus zuständig ist. „Die Leute parken jetzt auf billigeren Parkplätzen. Manchmal regen sie sich auch bei uns über die Erhöhung auf.“

Vor allem Autofahrer aus Bochum beschweren sich, weil Hattingen für sie immer ein billiges Parkpflaster war, sagt Schmidt. Von Aufregung über die Verdopplung der Gebühren auf 50 Cent pro 30 Minuten ist bei Jürgen Meßmann wenig zu spüren. „In Hattingen parkt man am billigsten im ganzen Ruhrgebiet. Fahren Sie mal nach Essen, Bochum oder Düsseldorf. Da ist es teuer”, meint er. Klaus Köster sieht das etwas anders: „Überall werden die Gebühren erhöht. Es ist eine Unverschämtheit, wie die Städte uns abzocken.” Manchem Kurzparker, wie Erich Loose, ist die Gebührenerhöhung bislang nicht aufgefallen. „Aber unangenehm ist eine solche Erhöhung dann schon“, findet Loose. Auf dem Rathausplatz überwiegt aber das Verständnis für das Vorgehen der Stadt. „Überall wird erhöht, aber zehn Cent pro Stunde finde ich noch in Ordnung”, findet Angelika Pferdekamp.

„Der Stadt fehlt im Moment halt das nötige Kleingeld”, sagt Willi Matthiak. Nur die Verlängerung der Gebührenpflicht am Samstag habe ihn überrascht.

Ob die Stadt ihr selbst gestecktes Ziel von 400 000 Euro Mehreinnahmen im Jahr durch die Gebührenerhöhung erreicht, konnte Heritsch noch nicht sagen. Genaue Zahlen, aus denen eine Tendenz ablesbar sei, lägen erst in einem Monat vor. Ein Erfolg des neuen Konzeptes, zu dem auch der Wegfall von Dauerparkplätzen am alten ZOB gehört, sei dessen Entlastung und eine stärkere Auslastung der oberen Parkplätze, erklärt Heritsch. Unabhängig von der Gebührenerhöhung sei der Rückgang von Vandalismus im Altstadt-Parkhaus positiv, berichtet Schmidt. Seit November gibt es einen Wachdienst, der mit Hilfe von Videoüberwachung für Sicherheit sorgt. Nur der Aufzug ist trotz höherer Gebühren immer noch kaputt. Auch in Sachen Winterdienst soll sich trotz höherer Parkgebühren nichts ändern. Der Winterdienst konzentriere sich auf die Hauptstraßen. Parkplätze und Parkhäuser würden auch im nächsten Winter nur nachrangig geräumt und gestreut, erläutert Heritsch.

Thomas Bathge

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Kommentare
29.09.2010
10:27
Dauerparker drehen ab
von Peter | #18

Wie lustig: Durch die vergraulten Parker, werden die voraussichtlichen Erlöse aus den PArkgebühren sich auf fast gleichem Stand bewegen wie vor der Erhöhung. In der freien Marktwirtschaft darf man es sich bloß nicht mit seinen Stammkunden verscherzen, um weiter am leben zu bleiben. Wenn die nette Frau Dingenskopp die richtigen Steine für den Bahnhof gekauft hätte, müssten wir nun nicht Mehrkosten in Höhe von 1 Mio Euro hinnehmen. Und wir bräuchten nicht Mehrkosten für das Parken erheben. Zumal die Leute ja nicht zum Spass hier parken. Sondern zum arbeiten oder einkaufen. Ich merke langsam, dass hier nur Spezialisten bei der Stadt unterwegs sind ;)

02.06.2010
15:38
Blockierter Kommentar.
von fakewolf | #17

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

02.06.2010
00:21
Dauerparker drehen ab
von Dirk Biemer | #16

Liebes Wahlvolk, offensichtlich hab ihr noch immer nicht begriffen, warum es in Hattingen die Parkgebühren gibt. Es ging niemals um die Sanierung des Mitte der 1990er Jahre schon maroden städtischen Haushaltes und schon gar nicht um irgendeine Maßnahme der Verkehrslenkung oder des Umweltschutzes. Das ab dem Jahr 1994 geltende Haushaltssicherungskonzept diente lediglich als Vorwand zur Einführung der Parkgebühren.

Betrachtet man die zuvor in den Haushaltsatzungen aufgeführten Kosten, so erschien vor 1995 für Energiekosten der Parkhäuser und Reinigung der Parkflächen ein Betrag zwischen 100000 und 200000 DM.

Für das Jahr 1996 - erstes komplettes Jahr mit Parkgebühren - wurden den Kosten von 2,1 Millionen DM erwartete 1,5 Millionen DM an Einnahmen gegenüber gestellt. Tatsächlich eingenommen wurden dann nur 1,3 Millionen DM.
Macht nach Adam Riese und Eva Zwerg einen Verlust von rund 800000 DM. Bei diesem Verlust blieb es bis in die Gegenwart, was die regelmäßigen Jammereien der Hattinger FWI/Grünen in den Haushaltsberatungen bezeugten.

Die erwünschten Mehreinnahmen bei den Bußgeldern wurden ebenfalls nicht erreicht, und gingen sogar noch zurück.

Die Auslastung der Parkplätze - gerechnet über die ganzen 24 Stunden eines Tages - ging nach Aussagen der Stadtverwaltung von 65% auf 35 % zurück. Diese praktische Halbierung der Auslastung schlug sich natürlich auch in den fallenden Umsätzen der Innenstadtbetriebe nieder. Den Verlust an Arbeitsplätzen, Gewerbesteuer, Umsatzsteuer, Einkommensteuer und des Images als Einkaufsparadies lassen wir mal außen vor.

Auch die vom Verwaltungsgericht Arnberg festgestellte Unrechtmäßigkeit der Parkgebührensatzung sollte nicht vergessen werden.

Aber das grandioseste Schurkenstück seit dem Überfall des Isenburger Burgherrn auf den Kölner Bischof Engelbert, verbirgt sich hinter den Verlusten und Schäden am Wirtschaftsstandort Hattingen.
Zum Zeitpunkt der Einführung der Parkraumverwirtschaftung war die Hattinger Stadtverwaltung eine der teuersten Verwaltungen in NRW (Platz 20 von 396), aufgeteilt auf unzählige alte unsanierte Gebäude und unter strenger Finanzaufsicht von Kreis und Bezirksregierung. Der Schimmel in den Mauern lauerte schon.

Die Parkgebühren verursachten zwar jährlich einen Verlust in Höhe 0,8 Millionen DM und schadeten dem Wirtschaftsstandort Hattingen, konnten aber im gleichen Zeitraum gegenüber den Aufsichtführenden von Kreis und Bezirksregierung als Haushaltsverbesserung geltend gemacht werden. Das heißt, die Erhöhung der Einnahmen um 1,3 Millionen und des Umsatzes auf 2,1 Millionen erlaubte es der Stadtverwaltungsspitze trotz der eigentlich notwendigen Beförderungs- und Einstellungssperre, nun neue Stadtämter (Büro Stadtverkehr, Büro Stadtmarketing, Agenda 21-Büro) zu schaffen oder vorhandene (Volkshochschule und Kulturbüro zu teilen) und somit weitere Amtsleiterstellen einzurichten.

Dank der verlustbringenden Parkgebühren wurde der bürokratische Verwaltungskörper weiter aufgebläht und die Hattinger Verwaltung stieg zur teuersten Verwaltung von NRW auf. Der Schimmel in den maroden Gebäuden durchbrach nun Putz und Tapeten.

Die während des unglückseligen Treibens von Stadtverwaltung und Stadtrat beförderten Amts-, Büro- und Fachbereichsleiter haben wir, das Hattinger Stimmvieh, bis an das Ende unserer Tage in Form von Steuern und Gebühren finanziell an der Backe. Der Schimmel erobert derweil die Innenräume der maroden Gebäude.

Für mich ist diese Art der Haushaltsführung nichts anderes als öffentlichrechtlich organisierte Kriminalität.

01.06.2010
21:58
Dauerparker drehen ab
von fakewolf | #15

#13

Wolf/gang) - alter, grauer Stänkerer: Ihre Namenswechsel-Paranoia bekommt jetzt aber wirklich bedenkliche Züge. Erkennen Sie doch mal endlich, dass es in dieser Ihrer so wahnwitzig verschwenderischen Stadt, eine Menge Menschen gibt, die anderer Meinung sind als Sie. Und es tatsächlich wagen, hier sogar niederzuschreiben. Das geht nicht alles auf das Konto eines Einzigen - Wette drauf!

01.06.2010
20:52
Dauerparker drehen ab
von fcstwolf | #14

Son Quatsch, da kommentiert sich einer x-mal selbst. Der hat seinen Führerschein zu Recht verloren. Was der wohl alles genascht hat?

01.06.2010
19:05
Dauerparker drehen ab
von elephant | #13

Die Gebühren sind Abzocke. Wenn ich länger einkaufen will fahre ich lieber in die Einkaufszentren der Nachbarstädte , dort sind die Parkplätze kostenlos und das Wrenangebot größer .

01.06.2010
15:58
Dauerparker drehen ab
von Politik_mal_anders | #12

In anderen Städten bzw. Einkaufszentren werden Parkscheine bei ansäßigen Unternehmen entwertet und wer einkauft parkt kostenlos.
So etwas nennt man glaub´ ich SERVICE am KUNDEN......scheinbar ein Fremdwort für die Unternehmen im Carree bzw. die Stadtverwaltung.

01.06.2010
08:05
Dauerparker drehen ab
von Hattingen ist fertig | #11

Bald hat auch das Reschop Carree fertig. Bin doch nicht blöd-kaufe da, wo ich kostenlos parken kann. Es ist noch jeder auf die Schnauze gefallen, der den Hals nicht voll genug kriegen konnte. Weiter so!

01.06.2010
07:13
Dauerparker drehen ab
von factswolf | #10

Seit dem ich keinen Führerschein mehr habe, (Alkohol, Sie wissen schon) bin ich auf Parkplätze ohnehin nicht mehr angewiesen.

31.05.2010
23:08
Dauerparker drehen ab
von Andreas801235 | #9

Hoffentlich geht der Schuss ordentlich nach hintenlos, diese Stadtverwaltung ist nicht länger zu ertragen.

Da ich nicht fürs Parken zahle und nichtmal einen Strafzettel bekomme, hat sich das bereits mehr als gerechnet.

Gruß an diese Bekloppten im Rathaus!!!!

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