Das Unsägliche

Zu „Auschwitz-Bild wird ausgestellt“ vom 27. Januar. Bei allem Respekt vor dem Willen zu mahnen und zu erinnern, den die Malerinnen wohl haben – kein Bild kann an das Grauen von Auschwitz heranreichen. Und wahrscheinlich auch nicht Sprache. So zumindest meinte Adorno, als er – unmittelbar nach seiner Rückkehr aus dem Exil – gewissermaßen „diktierte“, nach Auschwitz sei kein Gedicht mehr möglich. Was vielleicht übrig bleibt, ist der Name Auschwitz, in den sich alles Unsägliche, nicht zu Beschreibende, sich der Darstellung Entziehende kondensiert hat.

Oder Stücke wie Peter Weissens: „Die Ermittlung“, die sich den Tätern nähern über die Ermittler, um sich dem Menschlichen zu nähern.

Immerhin wird dann Recht gesprochen, wo von Gerechtigkeit keine Rede sein kann. Alles andere ist Verdoppelung, Kleinreden, Verharmlosen, Messbarmachen.