Das Loch im Hattinger Stadt-Haushalt 2015 wächst

Dr. Frank Burbulla, Kämmerer der Stadt Hattingen
Dr. Frank Burbulla, Kämmerer der Stadt Hattingen
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Das Defizit beträgt zurzeit bei 3,8 Millionen Euro. Bund und Land zahlen unterdessen mehr für Flüchtlingshilfe

Hattingen..  Die Zahlen, die Kämmerer Dr. Frank Burbulla, zum Ende der Ratssitzung verkündete, waren rot: Aktuell liegt das Defizit des Hattinger Finanz-Haushaltes 2015 bei 9,7 Millionen Euro – 3,8 Millionen schlechter als geplant. Vor allem ein weiterer Einbruch bei der Gewerbesteuer – zurzeit liegt die Stadt 2,9 Millionen Euro unter dem Ansatz – ist dafür verantwortlich.

20,5 Millionen sind für dieses Jahr als Einnahme aus der Gewerbesteuer eingeplant. „Das wird bis Dezember anstrengend, aber es ist auch nicht komplett aussichtslos, dies noch zu schaffen“, sagt Burbulla. Weil die Stadt zudem in diesem Jahr anders als geplant noch keine eigenen Grundstücke verkauft hat, fehlen weitere 980 000 Euro.

Für Freude sorgt deshalb auch die Nachricht, dass Bund und Land 326 000 Euro mehr für die Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen an die Stadt zahlen. Der Zuschuss, den Hattingen aus Berlin und Düsseldorf in diesem Jahr erhält, beläuft sich somit aus 1,138 Millionen Euro.

„Es tut gut zu sehen, mit wie viel Hilfsbereitschaft Flüchtlingen in Hattingen begegnet wird“, so der SPD-Landtagsabgeordnete Rainer Bovermann, der die Nachricht gemeinsam mit seinem Bundestagskollegen Ralf Kapschack überbrachte.