Das Auto ist das Verkehrsmittel der Wahl

Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Für 65 Prozent der Hattinger. Das ergab die Mobilitätsbefragung des Kreises.

Hattingen..  Wie mobil ist der Hattinger? Wie und warum bewegt er sich von Ort zu Ort? Das herauszufinden, war Ziel einer repräsentativen Haushaltsbefragung – angestoßen vom Ennepe-Ruhr-Kreis. Die gewonnenen Daten aus den kreisangehörigen Städten sollen als Grundlage für die zukünftige Verkehrsplanung genutzt werden. Teilgenommen haben an der Befragung 4935 per Zufallsstichprobe ausgewählte Haushalte mit rund 10 600 Personen – in Hattingen beteiligten sich 762 Haushalte mit 1628 Menschen.

Und wie mobil ist der Hattinger? Immerhin 91 Prozent aller Personen ab sechs Jahren verlassen an einem durchschnittlich Tag das Haus – knapp über Kreisdurchschnitt (90 Prozent). Durchschnittlich 3,2 Wege erledigt der Hattinger dann. Und wenn er unterwegs ist, dann vor allem zum Einkaufen und um private Erledigungen zu machen (31 Prozent), für Freizeitwege (24 Prozent) und für Arbeitswege (22 Prozent). Gut die Hälfte der Wege erledigen die Bürger übrigens in ihrem Umfeld – bis zu fünf Kilometer. Das spricht für die gute Nahversorgung. Entsprechend verlässt der Hattinger seine Heimatstadt auch nicht oft – nur sieben Prozent der Wege dienen dem Besuch einer anderen Stadt (in über der Hälfte der Fälle Bochum oder Essen), in Witten sind es mit vier Prozent noch weniger, in Sprockhövel mit 25 Prozent deutlich mehr.

Dennoch besitzen 87 Prozent der Haushalte ein Auto. Damit kommen auf 1000 Einwohner 655 Autos. Die Statistik zeigt: Der Hattinger ist Autofahrer. 65 Prozent der Bürger sind als Fahrer oder Mitfahrer im „motorisierten Individualverkehr“ unterwegs. Der öffentliche Personen-Nahverkehr wird von elf Prozent der Menschen genutzt.

Die Fahrrad-Dichte auf 1000 Einwohner ist mit 715 zwar noch höher als die Autodichte, aber das Rad ist nur für vier Prozent das Verkehrsmittel der Wahl. Mit der Infrastruktur für Radfahrer sind nur ein Drittel der Menschen zufrieden, allerdings vergeben auch nur 15 Prozent die Note Mangelhaft.