Chris Hopkins serviert Swing vom Feinsten

Die „Kemnade Jazz Nights“ waren wieder ein voller Publikumserfolg. Kein Wunder: wann, wenn nicht hier, bekommt man als Jazz-Liebhaber derart hochklassige Musik geboten?Auch wenn für den Kunstgenuss diesmal kräftig geschwitzt werden musste: In der Scheune der Wasserburg herrschte auch spätabends noch Tropenhitze. Die Musiker schwitzten tüchtig mit, nahmen es aber sportlich: mit Handtüchern und kleinen Scherzchen trotzten sie den extremen Bedingungen.

Das superb aufspielende -Hopkins-Swingsextett schüttelte Klassiker wie „Tin Roof Blues“, „Margie“ oder „The Very Thought of You“ nur so aus den Instrumenten. Unglaublich, was alles möglich ist, wenn technische Fertigkeiten keine Rolle mehr spielen! Improvisation, Inspiration, Intonation, Team-Spirit – wow!

Neben Hopkins am Flügel standen in der Frontline: Duke Heitger, ein zupackender US-Trompeter mit klanglichen Strahlkraft, Dan Barrett als melodisch ideenreicher, gefühlvoller Posaunist, der cool und elegant auftrumpfende Engelbert Wrobel an der Klarinette und am Tenorsax sowie Meisterswinger Oliver Mewes am Schlagzeug. Erste unter Gleichen war die zierliche, doch umso zupackendere Kontrabassistin und Sängerin Nicki Parrott.