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Rudern gegen Krebs II

Chefärzte trainieren für Benefiz-Regatta

19.07.2015 | 15:23 Uhr
Chefärzte trainieren für Benefiz-Regatta
Im Training: Ausbilder Tobias Will mit Prof. Dirk Behringer, Olaf Krogh, Prof. Statis Philippou und Mustafa Sönmez (v.l.).Foto: Eberhard Franken

Das Sportfieber hat viele erfasst im Vorfeld der Aktion „Rudern gegen Krebs“ am 16. August. Die Boote haben interessante Namen wie „Black Pearl“ oder „Pflegepiraten“, „Aufschneider“ oder „Azubienen“

Der Zuspruch ist überwältigend – die beiden ausrichtenden Rudervereine kommen kaum nach mit den Trainingseinheiten für die Benefiz-Regatta „Rudern gegen Krebs“ am 16. August auf der Hattinger Ruhr: Die Aktiven und Ausbilder des Hattinger RV und des RV Blankenstein leisten ganze Arbeit, um die Hobbysportler in die Kunst des Ruderns einzuweisen.

Augusta-Chefpathologe Prof. Statis Philippou und Prof. Dirk Behringer, Leiter des Onkologischen Zentrums Augusta, hatten bei ihrer letzten Trainingseinheit neben Steuermann und Ausbilder Tobias Will vom Hattinger RV noch Olaf Krogh und Mustafa-Yasin Sönmez mit im Boot. Die beiden Chirurgen vertraten unter anderem ihren Chef, Dr. Benno Mann, der beruflich unabkömmlich war.

Dieses Boot wird also bei „Rudern gegen Krebs“ von drei Chefs übers Wasser getrieben. Und diese drei leitenden Mediziner haben hautnah zu tun mit der Onkologie an den Augusta Kliniken Hattingen Bochum. „Wir greifen aber nicht nur deshalb selbst zum Ruder“, sagt Philippou. „Diese Regatta ist einfach eine ganz tolle Sache.“

Bürgermeisterkandidaten sind dabei

Persönlich ins Boot steigen auch noch weitere Hattinger Chefärzte. In die Riemen legen sich Dr. Jihan Mohasseb (Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie), Dr. Karl Schuhmann (Plastische Chirurgie/Handchirurgie), Dr. Rainer Poburski (Neurologie) und Prof. AndreasTromm (Innere Klinik). Tromm sponsert insgesamt drei, Poburski zwei Boote. Sieben (gesponserte) Teams der Krankenpflegeschule kämpfen ebenso um den Sieg wie Boote mit beiden Hattinger Bürgermeisterkandidaten und das Boot von Eva Karmelita, der Zentralen Pflegedienstleiterin der Evangelischen Stiftung Augusta.

Phantasievolle Namen haben sie sich zugelegt, die Teams, die bei der Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“ gegeneinander antreten. Die vorläufigen Pläne für die Vorläufe sind veröffentlicht – und jetzt weiß jeder woran er ist.

Die Krankenpflegeschule der Augusta Kliniken hat mit „Die blauen Küken“, „Hot Chicks, „Die Grüne Gefahr“, „Black Pearl“ und „Azubienen“ enorm viel Phantasie zu bieten. Aber auch die „Drei Engel für Susi“ und „Kirstens Club der Teufelinnen“ vom Orthopädisch-Neurochirurgischen Zentrum in Datteln machen Laune.

Dass es im Krankenhaus „Aufschneider“ gibt, weiß jeder, der schon einmal operiert wurde. Mit „Dolphins“ und „Pflegepiraten“ hat man in den Häusern des Augusta in Hattingen und Bochum zumindest namentlich eher wenig zu tun. „Die Neu-Row-logischen“ punkten mit einem netten Wortspiel (eng. row = rudern) und Neurologie-Chef Dr. Poburski am Ruder. Und das Lehrerteam „Grüner Blitz“ von der Realschule Grünstraße freut sich schon auf den Wettbewerb gegen ihre Schüler im „Surprise Fighter“.

Die „Holthauser Hazards“ kommen von den benachbarten Helios-Kliniken, der Gevelsberger Energieversorger AVU schickt die „Netz-Turtles“, die Bochumer Urologen das „U-Boot“, und im Boot „KidsDocs“ sitzen – natürlich – Mitarbeiter der Kinderarztpraxis Brockhaus & Backendorf. Das Seniorenheim Josefshaus schickt aus Witten-Herbede natürlich nur junge Leute zum Rudern – und auch Dirk Glaser und Manfred Lehmann, die Hattinger Bürgermeisterkandidaten, greifen an die Ruder.

Man sieht sofort: Der Spaß steht im Vordergrund. „Das merkt man auch allen Beteiligten an“, sagt Chefkoordinator Mario Kleist. „Man nimmt sich gegenseitig auf die Rolle und hat im Hause immer gleich ein Gesprächsthema.“ Der Verwaltungschef des Evangelischen Krankenhauses Hattingen hat sich Ende Juni die 3. Regatta der Serie in Ulm angeschaut und kam begeistert zurück. „Bei den Ruder-Novizen hat nicht immer alles geklappt“, sagt er lachend, „aber man war immer kreativ: Wenn’s mit der Koordination im Doppelvierer nicht mehr klappte, wurden einfach die Ruder hochgenommen.“ Ein Boot, erinnert er sich, kam mit nur einem Ruderer ins Ziel.

WAZ-Redaktion

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Chefärzte trainieren für Benefiz-Regatta
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2015-07-19 15:23
Hattingen