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Busbahnhof Hattingen informiert über tatsächliche Ankunft

12.10.2012 | 09:00 Uhr
Busbahnhof Hattingen informiert über tatsächliche Ankunft
Abfahrt nicht Ankunft / Fahrplan-Anzeige am Busbahnhof am 09.10.2012 in Hattingen am Reshop-Einkaufszentrum Foto: Joachim Haenisch / WAZ FotoPoolFoto: Joachim Haenisch

Hattingen.  Seit Oktober wissen Fahrgäste am Hattinger Busbahnhof einfach mehr. Denn seit einer technischen Neuerung können dort nicht nur die geplanten, sondern auch die tatsächlichen Ankunftszeiten angezeigt werden. So wird aus dem Warten kein Geduldsspiel mehr. Für alle Busse gilt dies aber noch nicht.

Still und leise haben die Verkehrsbetriebe Bogestra, EVAG und WSW Anfang Oktober eine Neuerung eingeführt, die – wenn sie funktioniert – eine deutliche Verbesserung für Fahrgäste darstellt: Die Anzeigetafeln am Busbahnhof Hattingen zeigen jetzt für die Busse dieser drei Verkehrsunternehmen nicht mehr einfach nur die Uhrzeit an, die im Fahrplan steht, sondern, wann der Bus tatsächlich kommt und ob er sich verspätet. Das alles funktioniert mit Hilfe des rechnergestützten Betriebsleitsystems (RBL), das etwa die Bogestra seit 2011 im Regelbetrieb einsetzt, wie Pressesprecher Christoph Kollmann bestätigt.

Eine Art Bordcomputer in den Bussen übermittelt dazu kontinuierlich Daten an die Leitstelle. Von dort gehen die Informationen an den Ist-Datenserver des VRR. Dadurch sind sie dann schließlich auf den Anzeigetafeln am Busbahnhof zu lesen. Soweit die Theorie. „Es ist gut angelaufen,“ sagt Kollmann, „aber es müssen noch einige Feinjustierungen vorgenommen werden.“ Auch sei das neue System nicht vor technischen Störungen gefeit. Doch, so betont der Bogestra-Pressesprecher: In Bochum und Gelsenkirchen, wo man schon ein Jahr Erfahrung habe, funktioniere die Übertragung der Ist-Daten gut.

Warum gibt es die Anzeige noch nicht für alle Busse? „Wir können das noch nicht, weil wir noch kein rechnergestütztes Betriebsleitsystem haben“, sagt Thomas Schulte, Geschäftsführer der VER. Aber es gebe durchaus Überlegungen, ein solches System anzuschaffen. „Wir werden uns mit Blick auf den Investitionsplan zum Jahresende damit befassen“, kündigt Schulte an. Die besondere Schwierigkeit liege für den VRR allerdings darin, dass das System in allen Städten, in denen Fahrzeuge der Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr im Einsatz seien, funktionieren soll. Sollte es grünes Licht für das Vorhaben gebe, müsse erst einmal eine Ausschreibung gemacht werden, deshalb sei die Angabe eines Zeitplans, falls sich die VER dafür entscheide, heute noch nicht möglich.

Die gute Nachricht für den Fahrgast, der sich auf die Angabe auf der Anzeige verlassen muss, auch wenn noch nicht alle Verkehrsbetriebe die tatsächlichen Uhrzeiten übermitteln: Es ist möglich zu unterscheiden, ob es sich um eine Soll-Zeit, also die im Fahrplan angegebene Zeit, oder um eine Ist-Zeit handelt. „Bei Soll-Zeiten wird die Uhrzeit angezeigt (also etwa 14.10 Uhr), bei Ist-Zeiten werden die Minuten heruntergezählt (beispielsweise: 4 Min)“, erklärt VRR-Pressesprecherin Sabine Tkatzik.

Dinah Büssow



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