Burbulla zwischen Jahresabschluss und Neustart

Frank Burbulla  an seinem Schreibtisch im Hattinger Rathaus.
Frank Burbulla an seinem Schreibtisch im Hattinger Rathaus.
Foto: Fischer
Was wir bereits wissen
Erster Beigeordneter wechselt auf eigenen Wunsch erst zum 1. August nach Herne.

Hattingen..  Das Telefon steht seit dem späten Dienstagnachmittag nicht still, das E-Mail-Postfach ist rappelvoll: Frank Burbulla, Kämmerer und Er­ster Beigeordneter der Stadt Hattingen, erhielt von allen Seiten Glückwünsche zu seiner Wahl zum neuen Dezernenten für Feuerwehr, Recht und Bürgerdienste der Stadt Herne.

Auf eigenen Wunsch verlässt der Hattinger seinen jetzigen Arbeitsplatz einen Monat später als von seinem neuen Arbeitgeber vorgesehen: zum 1. August. „Weil ich einen vernünf­tigen Zwischenabschluss abliefern möchte“, erklärt Burbulla im Gespräch mit der WAZ. Als Wahl­leiter will er noch am Wahlausschuss teilnehmen, der am 30. Juli tagt.

Arbeit gibt es genug: Der Jahresabschluss 2014 soll noch in den Rat, ein Vorschlag, wie es mit den Schweizer-Franken-Krediten weitergehen soll, ebenfalls. Jahrmärkte, Stadtwerke, es gebe noch verschiedene Aufgaben, so Burbulla.

Dann geht es weiter nach Herne. „Ich hatte seit einiger Zeit den Gedanken, dass ich etwas Anderes machen möchte“, sagt der Hattinger Kämmerer. Ein Weglaufen vor den Finanzen sei es nicht, stellt er klar, die neue Herausforderung sei es. „Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich nicht als Beigeordneter hier beginne und mein beruf­liches Leben auch hier beende.“ Wunsch sei eine größere Stadt im Ruhrgebiet gewesen, als Beigeordneter – „und als mir die Info aus Herne über den Weg lief, mit einem überwiegend rechtsthematischen Zuschnitt, musste ich nicht lange überlegen. Da trafen sich die Interessen.“

Der gelernte Jurist wird künftig viele verschiedene Rechtsfelder bearbeiten, auch den Bereich Bauordnung. Darauf freut sich Burbulla: „Wenn alles so wie in Hattingen wäre, dann wäre die Aufgabe ja reizlos.“

Die Frage, ob er am 13. September noch einmal zur Bürgermeisterwahl in seiner Heimatstadt antreten soll, „hat sich mir nicht gestellt“. Im Jahr 2004 unterlag Frank Burbulla gegen die aktuelle Amtsinhaberin Dagmar Goch, die im Oktober ihren letzten Arbeitstag im Rathaus hat.