Buden bauen und Tiere pflegen auf dem Abenteuerspielplatz

Die Bauarbeiten an den Buden sind anstrengend. Da kommt auch für Louis (11) jede Pause und ein bisschen Schatten recht.
Die Bauarbeiten an den Buden sind anstrengend. Da kommt auch für Louis (11) jede Pause und ein bisschen Schatten recht.
Foto: Fischer
Was wir bereits wissen
72 Kinder bauen seit sieben Tagen auf dem Abenteuerspielplatz Oberstüter an aufwendigen Hütten aus Holzpaletten. Auch das Rahmenprogramm hält einige Überraschungen bereit.

Hattingen..  Mitten auf dem Abenteuerspielplatz in Oberstüter ragt ein zweistöckiges Holzgebäude empor. Seit sieben Tagen bauen hier 72 Kinder an ihren Hütten, in der Mitte des Geländes entsteht das größte Projekt. Auch eine eigene Adresse hat der Bau schon: Domplatz 1 steht an der Außenwand. Die bauenden Kindern stammen eindeutig aus Niederwenigern.

In Oberstüter steht der Bau von möglichst großen und gemütlichen Hütten aus Paletten im Vordergrund. Mit Beginn der zweiten Woche können sich diese bereits sehen lassen, was unter anderem daran liegt, dass die meisten Kinder auch schon in der zweiten Woche zur Ferienspaß-Aktion kommen. „Mit dem Wochenwechsel hatten wir nur sieben neue Kinder auf dem Spielplatz“, sagt Cornelia Bludau, die den Abenteuerspielplatz leitet.

Drei Wochen dauert das Ferienspaß-Projekt, aber nicht alle Kinder nehmen über den gesamten Zeitraum daran teil. „Wenn in der kommenden Woche viele neue Kinder kommen, müssen Buden getauscht oder vielleicht auch mal abgerissen werden.“

Wer bei der Hitze auf dem Bauplatz nicht mehrere Stunden am Stück den Hammer schwingen will, der findet auf dem Gelände der ehemaligen Grundschule auch einige spannende Abwechslungen. Denn das Leitungsteam hat ein buntes Rahmenprogramm auf die Beine gestellt, um den Kindern jederzeit einen spannenden Ferienspaß zu garantieren.

Kinder kümmern sich um die Tiere

So stehen unter anderem die beiden Pferde Hennes und Nedi für kleine Reitrunden auf dem Gelände bereit. Vor allem die Mädchen kümmern sich liebevoll um die Tiere, denn das Striegeln übernehmen in diesen Tagen die Kinder.

Und auch die zehnjährige Lara hat ihre Rolle abseits des Bauplatzes gefunden. „Ich baue keine Hütte, die Kaninchen sind mir wichtiger.“ Gemeinsam mit Nasti (12) sitzt sie im Auslauf des Kaninchenstalls und kümmert sich um die fünf Nager. Ebenfalls zum kleinen Streichelzoo gehören vier Hühner, die sich aber nicht oft blicken lassen.

Außerdem steht für die Kinder neben Hammern und Nägeln ein Fußballplatz bereit. „Für unseren Tag der offenen Tür werden wir eine Arena bauen. Aber erst am Donnerstag, sonst können wir nicht mehr Fußball spielen“, sagt Bludau lachend.

Ob die Kinder bis zum Donnerstag auch im großen Planschbecken liegen können, ist noch fraglich. „Der Wasserdruck ist ziemlich niedrig. Wenn die Spülmaschine läuft, kommt gar nichts im Becken an“, so Bludau. Bis dahin müssen Sprühflaschen für die regelmäßige Abkühlung ausreichen.