Besser denken mit Schulobst

Hilal Göksu, Tanja Höltgen, Tanja Wolf, Petra Chadrys und Lina Hallerbach (v.li.) bereiten an der Grundschule Oberwinzerfeld Gemüse und Obst zu.Foto:Volker Speckenwirth
Hilal Göksu, Tanja Höltgen, Tanja Wolf, Petra Chadrys und Lina Hallerbach (v.li.) bereiten an der Grundschule Oberwinzerfeld Gemüse und Obst zu.Foto:Volker Speckenwirth
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Was wir bereits wissen
Nach den Sommerferien wird neben der Grundschule Oberwinzerfeld auch die Erik-Nölting-Schule mit Früchten aus dem EU-Programm beliefert.

Hattingen..  „Es hat viel gebracht“, sind sich Mütter, die seit einem Jahr ehrenamtlich das Schulobst für 235 Kinder an der Grundschule Oberwinzerfeld vorbereiten, und Schulleiterin Barbara Bickert-Brenneken einig. Es wird weiterhin viel bringen. Sind die Mädchen und Jungen der Schule doch auch nach den Sommerferien dabei. Dann nicht mehr als einzige Hattinger, die an dem kostenlosen Programm teilnehmen. 2015/16 kommt auch die Erik-Nölting-Grundschule in den Genuss des EU-Programms.

Gab es im Oberwinzerfeld am Anfang Reste, verputzen die Kinder die Rationen inzwischen schon während der Schulstunden und Pausen. Manche Grundschüler attestieren den Früchtchen, dass sie nach dem Verzehr „besser denken“ können. Vielleicht ist es auch die Kombination mit etwas Bewegung. Darf sonst in den Klassen im Unterricht nicht gegessen werden, sind Erst- bis Viertklässler hier aufgefordert, kurz aufzustehen und zuzulangen. Was gern genutzt wird.

Immer mehr EN-Schulen machen mit

Nach den Sommerferien nehmen am EU-Programm mit Obst und Gemüse landesweit 1130 Grund- und Förderschulen teil. Neben den beiden Hattinger Grundschulen auch die Sprockhöveler Grundschulen Gennebreck und Haßlinghausen. Vertreten sind aber auch Schulen aus Wetter und Witten. Und Obst und Gemüse geht nach den Sommerferien auch zur Hattinger Erik-Nölting-Grundschule.

Fast 30 Prozent aller Grundschüler bezieht landesweit die Rationen. Die Grundschule Oberwinzerfeld bekommt montags, dienstags und donnerstags die Lieferungen für ihre Kinder. Besonders beliebt sind im Land Äpfel, Birnen, Bananen, Gurken, Möhren und Paprika. Diese und andere Obst- und Gemüsesorten sollen Schüler auf den Geschmack bringen, sich mit Ernährungsverhalten und Lebensmitteln auseinanderzusetzen.

Am Programm und dem, was Mütter in Schalen für die einzelnen Klassen verteilen, haben die Oberwinzerfeldler längst Geschmack gefunden. Meistens. Weniger sagen ihnen wässrige Tomaten zu. Kleine Cocktailtomaten, die unzerteilt im Mund verschwinden, wären ihr Ding. Gern würden sie auch in saftige Melonen beißen.

Am Besuchstag der WAZ schälen fünf Mütter fleißig Kohlrabi und zerteilen sie, genauso wie Mohrrüben. Gibt es Bananen, werden diese mit Schale in Stücke geschnitten – dann haben die Kinder noch etwas zu tun mit dem Pellen und das Obst wird nicht ratzfatz unansehnlich braun. Meist gibt es je zwei Sorten Obst und Gemüse, manchmal ist das Angebot kleiner.