Berufsbilder beim Einkaufen in Hattingen sammeln

Jens Krause (r.) und Daniel Aßmann (2. v.r.) informieren sich bei Daniel Scheiker (l.) und Tobias Brockmann (2. v.l.) am Stand der Firma Köppern.
Jens Krause (r.) und Daniel Aßmann (2. v.r.) informieren sich bei Daniel Scheiker (l.) und Tobias Brockmann (2. v.l.) am Stand der Firma Köppern.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Rund 30 Firmen präsentierten am Freitag im Reschop Carré zusammen mit Azubis Ausbildungsmöglichkeiten bei der ersten Messe vor Ort unter Federführung der IHK.

Hattingen..  Mit der Rolltreppe fahren viele Jugendliche im Reschop Carré direkt runter zu den Medienangeboten eine Etage tiefer – oft ohne die Ausbildungsmöglichkeiten direkt daneben und in der oberen Etage überhaupt wahrzunehmen. Andere suchen dagegen gezielt die einzelnen Stände auf und informieren sich bei der ersten Messe mitten im „Einkaufstempel“ im Zentrum der Stadt.

Jörn Kleinelümern, Leiter des Hattinger IHK-Büros, geht nicht davon aus, dass es direkt zu Abschlüssen kommt. Mit dem neuen Angebot, dem weitere folgen sollen, wenn alle Beteiligten mitspielen, sollte keine Konkurrenz geboten werden zu großen Ausbildungsmessen in Nachbarstädten. Vielmehr wollen die Beteiligten die bunte Palette dessen aufzeigen, was in Hattingen geboten wird, und beweisen, dass junge Leute, die einen Ausbildungsplatz suchen, nicht in Nachbarstädte fahren müssen, sondern auch vor Ort viel Auswahl geboten bekommen. Und wenn Jugendliche nicht selbst vorbeischauen, können Eltern im Vorbeilaufen Flyer mitnehmen.

Die rund 30 Stände sind bewusst oft doppelt besetzt – nicht nur mit Vertretern der Firmen, sondern auch mit Auszubildenden, die ein aus ihrer Sicht schillerndes Berufsbild malen. Was die Sicht angeht, haperte es nach einem Unfall bei Erdijan Mehmeti, der 20 Jahre wird, damit. Er entdeckte dadurch sein Interesse am Beruf des Augenoptikers und vertritt die Devise: Arbeit geht vor Freizeit. Andere Jugendliche wollen nicht gern dann arbeiten, wenn Freunde frei haben. Weshalb sich manche Firmen, die etwa Auszubildende für den Restaurantbetrieb oder eine Spedition suchen, schwer tun, Nachwuchs zu finden.

Kfz-Mechatroniker gefragt

Der Kfz-Mechatroniker beispielsweise steht auf der Berufs-Wunschliste ganz oben. André Pörschke, 21 Jahre alt und im zweiten Ausbildungsjahr, ist voll zufrieden mit der Wahl, die er getroffen hat. Ein Jahr vor dem Abitur, das er nach dem Realschulabschluss machen wollte, zog es ihn doch zu einer praktischen Ausbildung.

Horst Heymann von der Innung des Kfz-Gewerbes Hagen/Ennepe-Ruhr, wünschte sich, dass Eltern sich mehr einbringen, wenn es um Ausbildung geht. Viele Berater an Ständen raten unentschlossenen Jugendlichen zu Praktika. Ein 21-Jähriger, der vorbeieilt, weiß auch ohne Messe: Er will Erzieher werden.