Beim insolventen Verein drohen Rückforderungen

Der insolvente Verein Freunde der Awo Welper e.V. (wir berichteten) muss damit rechnen, dass die beiden Stiftungen, die bereits Geld für den Umbau der Begegnungsstätte an der Marxstraße überwiesen haben, die Summe zurückfordern.

Dass es ein Insolvenzverfahren gibt, ist bei der Stiftung Deutsches Hilfswerk bekannt. „Die Stiftung wird Ansprüche geltend machen und die Mittel zurückfordern“, so Sprecher Michael Pahl gegenüber der WAZ. 110 250 Euro seien für die seniorengerechte Umgestaltung der Räume geflossen. „Lediglich ein kleiner Betrag von 12 250 Euro ist noch nicht abgerufen worden“, so Pahl. Dass Mittel zurückgefordert werden müssten, käme äußerst selten vor. „In 2014 hatten wir nur einen Fall.“ Die Verwendung der Gelder aus der Deutschen Fernsehlotterie werde aber stets verfolgt, die Zweckbindungsfrist überwacht.

Seitens der Stiftung Wohlfahrtspflege heißt es, dass zwar noch nichts Offizielles vorliege, man aber schon Kontakt zum Awo-Spitzenverband aufgenommen habe. Die Stiftung hat 185 600 Euro an den Verein überwiesen. Der hat – wie berichtet – das Geld nicht mehr, weil der ehemalige Vorsitzende das Baukonto leer geräumt haben soll. Für die Baumaßnahme insgesamt veranschlagt waren 370 000 Euro.