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Bei den Maltesern hineingewachsen

09.03.2011 | 16:43 Uhr
Bei den Maltesern hineingewachsen
Stellv. Kreisbeauftragter des oder der Malteser: Volker Geise. Walter Fischer / WAZ FotoPool

Hattingen. Volker Geise ist der neue stellvertretende Kreisbeauftragte des Hilfsdienstes im Verband Ennepe-Ruhr/Bochum. Im Ehrenamt findet er seine zweite Familie.

Volker Geise lacht viel im Gespräch. Ihn als fröhlichen Menschen zu bezeichnen, ist wohl nicht übertrieben. Geise ist ein Helfer, denn er ist bei den Maltesern. Für katholische Hilfsdienst ist der 37-Jährige der neue stellvertretende Kreisbeauftragte im Verband Ennepe-Ruhr/Bochum. Seit 2009 war die Stelle vakant, nun repräsentiert er den Verein nach außen und ist Ansprechpartner für die Haupt- und Ehrenamtler. Und Netzwerke zu pflegen, das gehört natürlich auch dazu. „Irgendwie bin ich da hineingewachsen“, sagt er mit einem gewinnenden Lächeln.

Obwohl, ein wenig Kokettieren ist auch dabei. Ist Geise doch schon seit 1995 bei den Maltesern, engagiert sich stetig und ist seit 2008 auch im Präsidium als Vertreter der aktiven Helferschaft. Es sei viel Arbeit, die aber „auch noch Spaß macht.“ Zwei Freunde haben ihn damals vor 16 Jahren zu den Maltesern gelockt und überredet, einer ist heute noch dabei. Bei einer Pragfahrt sei er dazugestoßen, erzählt Geise. „Ich dachte, das könnte was sein für mich.“ Schnell wird der Bankkaufmann Referent für Katastrophenschutz, ist für die Helfergewinnung zuständig und plant den Sanitätsdienst.

Die Malteser seien als Verein eine große Familie, eine Gemeinschaft. „Wir pflegen ein lockeres ,katholisch’“, meint Geise zum christlichen Hintergrund des Vereins. „Wichtig ist, was der Mensch tut.“ Der gebürtige Essener selbst ist viel unterwegs, nennt die Malteser einen „zweiten Full-Time-Job“. Als sein Rückzugsgebiet hat Geise seit vielen Jahren Sylt gewählt. „Den Wind um die Nase, ein Fischbrötchen und einen leckeren Wein“, so tankt er wieder auf. Er hat Bekannte auf der Insel, er fühle sich dort sehr wohl.

Etwas anders zu Mute wird ihm, als die Sprache auf die Loveparade kommt: „Die Helfer der Malteser hatten Bereitschaft, mussten aber nicht ausrücken.“ Sie waren danach tätig, bei den Trauerfeiern. Geise berichtet von Helfern, die sie auffangen mussten, wenn sie zusammenklappen. Er schildert traumatische Erlebnisse – „manche Helfer trauen sich erst jetzt wieder, einen Einsatz zu leiten“. Für ihren Einsatz wurden die Helfer geehrt, darunter auch Malteser aus Hattingen. „Wir wollten damit der Sache einen Abschluss geben.“

Timo Klippstein

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