Bananenchips und Blechautos

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Was wir bereits wissen
Realschüler aus Holthausen kaufen im Weltladen fürs Schulfrühstück oder die Pause ein.

Hattingen..  Als die Gruppe den Weltladen verlässt, macht Uta Feldhoff-Künstler, die neben Politik, Sozialwissenschaften und Sport Katholische Religion an der Marie-Curie-Realschule lehrt, gleich noch einen Termin an der St.-Georg-Straße 4 für eine Kollegin aus, die Evangelische Religion unterrichtet. An vielen Stellen im Stadtgebiet sind Kita-Kinder und Schüler aktiv, um ein Programm für die Weltwoche zum Fairen Handel im April auf die Beine zu stellen.

Die Schülerinnen und Schüler aus Holthausen, die sich in Kleingruppen mit Kaffee, Kakao, Bananen und dem Thema Fair Trade allgemein beschäftigt haben, wollen Produkte in den Pausen verkaufen und ein Frühstück organisieren. Außerdem, erzählen sie, arbeiten sie an Plakaten. „Marmelade hab ich nicht hier, kann sie aber bestellen“, sagt Ute Heinrichs aus dem Weltladen und stellt schon mal Honigsorten und Nusscreme auf den Tisch, die gleich mitgenommen werden.

Sie stellt den Jugendlichen die verschiedenen Sorten Schokolade vor und informiert, dass diejenigen ohne Biosiegel preislich etwas günstiger sind. Ihrer Erfahrung nach werden auch Riegel gern als Pausensnacks gekauft, die es hier beispielsweise in den Geschmacksrichtungen Schwarz-Weiß (mit heller und dunkler Schokolade), Vollmilch-Krokant oder Kokos gibt. Die jungen Leute bekommen Rabatt. Das, was sie für den Schulverkauf mitnehmen, gibt’s auf Kommission. Das heißt, wenn sie es nicht verkaufen, geht es zurück, und die Schüler haben kein Risiko.

Mancher deckt sich gleich für den Rückweg zur Schule oder die Pause ein. Nick (12) nimmt sich Bananenchips mit, „die mag ich sehr“. Die gleichaltrige Marianna liebäugelt dagegen mit einer Kladde mit besonders schön gestalteten Vorder- und Rückseiten. Dafür zahlt sie gern „ein, zwei Euro mehr“. In ihrer Familie werden einige Produkte aus fairem Handel genutzt. Julian (14) mag die Blechautos. Sie sagen ihm optisch zu, gefallen ihm aber auch deswegen, weil Recycling-Material verbaut wurde. Jana (13) und Sarah (12) stehen auf Schokolade. „Gummibärchen kann ich auch empfehlen“, sagt Ute Heinrichs. Im Weltladen sehen sich öfter Schülergruppen um. Außerdem beliefert Heinrichs auch Schulen aus Bochum und Witten.