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Ausbildungsmesse Vorbild für NRW

28.10.2012 | 17:45 Uhr
Ausbildungsmesse Vorbild für NRW
Auszubildende informierten Jugendliche, die vielleicht ihre Kollegen werden könnten, auf der Messe.

„Diese Ausbildungsmesse ist ein hervorragendes Beispiel für NRW.“ Von einem „überwältigenden Eindruck“ sprach Guntram Schneider, Arbeitsminister des Landes, gestern bei seinem Besuch im Busdepot der Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr (VER) in Ennepetal. Wo sonst Busse gewartet werden, präsentierten 160 Unternehmen auf 4000 Quadratmetern rund 8000 Schülerinnen und Schülern die Chancen in über 180 Berufen.

„Diese Ausbildungsmesse ist ein hervorragendes Beispiel für NRW.“ Von einem „überwältigenden Eindruck“ sprach Guntram Schneider, Arbeitsminister des Landes, gestern bei seinem Besuch im Busdepot der Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr (VER) in Ennepetal. Wo sonst Busse gewartet werden, präsentierten 160 Unternehmen auf 4000 Quadratmetern rund 8000 Schülerinnen und Schülern die Chancen in über 180 Berufen.

„Wir wollen unseren Jugendlichen eine Chance bieten“, erklärte Landrat Arnim Brux den Zweck der inzwischen größten nicht-kommerziellen Ausbildungsmesse, die seit dem Start vor vier Jahren von der Westfälischen Rundschau unterstützt wird. „Eine gute Ausbildung“, so Brux, sei auch der beste Schutz vor Altersarmut.

Gute Erfahrungen

Er spielte dem Gast aus Düsseldorf damit einen Ball zu, den der Minister gern aufgenommen hat. Er appellierte an die Unternehmen, auch Jugendlichen mit Wurzeln im Ausland eine Chance zu geben. „Ihre Firma hat damit gute Erfahrungen gemacht“, sagte der Sozialdemokrat in Richtung von BVB-Legende Norbert Dickel, dem Botschafter der Messe. „Sie sind durch die gelungene Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund zweimal Deutscher Meister geworden.“ Doch es könne nicht nur darum gehen, „Kandidaten mit olympiareifen Leistungen eine Chance“ auf dem Arbeitsmarkt zu geben, blieb er bei Bildern aus dem Sport. Diese Chance bräuchten etwa auch die 64 000 Beschäftigten in NRW-Behinderten-Werkstätten.

Ein Umdenken hat Thomas Helm, Chef der Agentur für Arbeit in Hagen, die die Messe unterstützt, bei den Unternehmen festgestellt: „Es interessieren sich inzwischen mehr Hauptschüler für eine Ausbildung, weil die Betriebe ihnen inzwischen einen Chance geben.“ Auch das zeige das Angebot in Ennepetal.

Den für den Minister so überwältigenden Erfolg der Messe im Ennepe-Ruhr-Kreis führt Katja Heck, Bereichsleiterin der Arbeitsagentur, auf ein ganzes Netzwerk von „Menschen und Ideen“ zurück: „Dazu gehört sicherlich das Engagement der VER, die nicht nur die Busse zur Verfügung stellt, um die Jugendlichen kostenlos von ihren Schulen im gesamten Kreis abzuholen. Auch würde es die finanziellen Möglichkeiten überschreiten, wenn wir eine Halle mieten müssten, wie sie uns die Verkehrs-Gesellschaft frei zur Verfügung stellt.“ Daneben sei die Medienpräsenz des „Marktes der Berufe“ ein Grund dafür, dass die Idee mittlerweile in Düsseldorf angekommen sei.

Klaus Bröking

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