Augenklappe
16.02.2010 | 18:06 Uhr 2010-02-16T18:06:00+0100Ich mag keinen Karneval. Das hat persönliche Gründe. Als Fünfjähriger stand ich bei einem Rosenmontagszug in der ersten Reihe und wollte Kamelle in rauen Mengen fangen.
Süßigkeiten gab es sonst eher selten. Und überhaupt: Auch der kleine Mann ist schon ein Jäger und Sammler – wenn auch in Latzhose. Doch meine Jagd nach Kamelle war bereits beendet, bevor sie richtig beginnen konnte: Ein besonders perfide gezieltes Bonbon traf mich genau im linken Auge. Der Schmerz war schlimm, doch hatte die Sache auch ihr Gutes: Damals musste ich – bis weit nach Aschermittwoch – ein Pflaster auf dem Auge tragen. Meine Liebe zum Karneval mag dadurch für immer zerstört worden sein. Meine Leidenschaft für Piraten aber wurde in diesen Tagen geweckt. jab
06:59
Hattinger Jung, von khb
So gesehen haben Sie Recht. Nur für den Zeilensalat ist nicht der Autor der kritischen Zeilen verantwortlich, sondern allein der Rechner.
An der Aussage, das ein Streiflicht, besser als jede der gähnend-langweiligen Lokalglossen ist, hält der Autor selbstredend fest. Qualitätsjournalismus liest sich nun mal anders! .
20:04
Guten Abend Herr oder Frau Kein Streiflicht.
Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. Diese sprichwörtliche Redewendung fiel mir spontan ein, als ich Ihren pseudo-intellektuellen Kommmentar zu der Glosse Augenklappe las. Was wollen Sie der geneigten Leserschaft eigentlich mitteilen? Offensichtlich haben Sie gegen Ende Ihres Kommentars alle guten Geister verlassen. Oder warum bringen Sie Ihre Gedanken nicht zu Ende?
Lieber Glossenschreiber, machen sie bitte weiter so! Es ist gut, wenn man bei der morgendlichen Lektüre noch schmunzeln darf.
11:45
An den Kollegen Kein Streiflicht
Nach Lesen dieses Kommentars habe ich doch schwer den Eindruck, daß der Verfasser gerade erst von einer Karnevalsfeier gekommen ist.
Ich, für meinen Teil, lese diese Glossen immer wieder gerne. Allerdings bin ich intellektuell bestimmt auch nicht so b e s c h l a g e n.
18:55
Ich mag keine lokale Glossen in der WAZ. Das hat persönliche Gründe. Als Leser stehlen sie mir nur die Zeit. Denn es gibt selten genug gute Pointen. Meist sind es nur billig dahin geschmierte Zeilen, oftmals sogar ohne Sinn und Verstand.
Mag sein, dass - wie schon unser Oma sagte - Papier geduldig ist. Ich bin es nicht. Und so hat der Autor des oben stehenden missratenen Versuchs, eine heitere Geschichte zu kreieren, meinen literarischen Zorn freigesetzt. Dieser kleine Text ist denn auch der gedruckte Beweis, wohin es führen kann, wenn ein Autor meint, sich mitteilen zu müssen, ohne etwas zu sagen zu haben. Etwas Gutes hat meine Abneigung zu lokalen Glossen in der WAZ denn doch noch gefunden. Ich habe nämliches jenes Streiflicht einer überregionalen Zeitung schätzen gelernt, dass ich jedem verunglückten Glossen.-Schreiber zurmorgendlichen Lektüre empfehlen möchte. Damit die WAZ-Autoren lesen können, wie grottenschlecht ihre kleinen Alltagsgeschichten doch geschrieben sind. Hätte man dochbesser zu einem schönen an der Stellegegriffen; der nicht vorhandene Geist wäre wohl kaum vergewaltigt worden., .,
Da lobe ich mir denn doch morgens das Streiflicht.Wo, bitteschön, ist der Gag des dürften Spaltenfüllers ? Wo die logische Aussage ? Und wo die Genialität einDenn das ein Ein anschauliches Beispiel liefert der Autor der hier nun veröffentlichten stand ich bei einem Rosenmontagszug in der ersten Reihe und wollte Kamelle in rauen Mengen fangen.
Süßigkeiten gab es sonst eher selten. Und überhaupt: Auch der kleine Mann ist schon ein Jäger und Sammler – wenn auch in Latzhose. Doch meine Jagd nach Kamelle war bereits beendet, bevor sie richtig beginnen konnte: Ein besonders perfide gezieltes Bonbon traf mich genau im linken Auge. Der Schmerz war schlimm, doch hatte die Sache auch ihr Gutes: Damals musste ich – bis weit nach Aschermittwoch – ein Pflaster auf dem Auge tragen. Meine Liebe zum Karneval mag dadurch für immer zerstört worden sein. Meine Leidenschaft für Piraten aber wurde in diesen Tagen geweckt. jab