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Comedy-Comic-Lesung

Auf Wildschweinjagd in Keller 8

11.07.2010 | 15:57 Uhr
Auf Wildschweinjagd in Keller 8
Michael Dreesen liest aus Asterix, gestikuliert dabei. Asterix, die zaubertrankstarke COmedy-Comic-Lesung am Freitag, 09. Juli 2010 im Keller 8 des LWL Industriemuseums Henrichshütte. Foto: Svenja Hanusch / WAZ FotoPool

Sie gehen auf Wildschweinjagd: Asterix, „listiger kleiner Krieger voll sprühender Intelligenz“, und sein dicker Freund Obelix.

Am Freitagabend brachte Michael Dreesen (38) mit seiner Comedy-Comic-Lesung das Publikum im Industriemuseum herzhaft zum Lachen. Mit urkomischer Mimik und Gestik erweckt er die Figuren aus Asterix und Obelix zum Leben. Die Zuschauer reisen ins Jahr 50 vor Christus und begleiten die beiden Gallier auf ihren Abenteuern. Mit dabei ist auch der kleine Hund Idefix, den Dreesen mit heller Stimme bellen lässt. Und Miraculix, der Zaubertrankmixer: „Hmm“, schmatz, „noch ein bisschen Pfeffer.“ Er braut den Trank, der den Galliern übermenschliche Kräfte verleiht.

Dann ist da noch der selbstverliebte Troubadix, der sein schönes Haar bewundert. „Soll ich ein kleines Liedchen singen?“, spricht ihn Dreesen mit schnöseliger Etepetete-Stimme. Die Antwort lautet: „Nein!“

Zwischendurch ertönt Löwengebrüll, Siegesmusik oder das Quieken eines gejagten Wildschweins.

Die Römer, geschickt von Julius Cäsar, sind mit Helmen und Speeren ausgerüstet. Natürlich hilft das nicht gegen den dicken Obelix. In Zeitlupe stellt Dreesen den Kampf pantomimisch dar: Zu schneller Klaviermusik gibt er seinen imaginären Angreifern eine Kopfnuss, schlägt ihnen mit der Faust in die Bäuche, hebt einen vom Boden hoch und schmeißt ihn in die Luft. Den letzten braucht Obelix nur umzupusten. Dann steht er entrüstet da: Keiner mehr übrig, den er bekämpfen kann. Die Zuschauer applaudieren.

Auch sie kommen selbst an die Reihe. Dreesen teilt das Publikum in zwei Hälften auf: „Sie sind die Gallier und Sie die Römer. Die Gallier dürfen die Römer jetzt verhauen!“ Während der eine Teil „Boom-Zack!“ ruft und mit Fäusten in Richtung Römer schlägt, schreien diese „Autsch, Mama!“ und halten schützend die Hände vors Gesicht.

Dreesen ahmt den Gang von Obelix nach: breitbeinig, O-beinig. Wann immer er an ein Tor klopft, stürzt dieses mit einem lauten Krach zusammen. Nicht nur die Kinder im Publikum lachen. Dann gibt Asterix ein Rätsel auf: „Das erste ist ein Hintern, das zweite ein Fußballtrainer, das dritte eine Wintersportart. Was macht das zusammen?“, fragt Dreesen, „Po-dol-ski“.

Die Zuschauer sind von dem Programm begeistert. „Dreesen ahmt die Stimmen der Comicfiguren wirklich sehr gut nach“, findet Uwe Jung (42). „Obelix ist total lustig, weil er so dick und stark ist und immer Hunger hat“, sagt Felix (12). Und lacht.

Lene Lemmer

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