Auf dem Rad aufklären über Depressionen

Die MUT-Tour startet die zweite Etappe. Am Sonntag, 24. Mai, macht das sechsköpfige Team, das auf drei Tandems die Strecke von Münster nach Aachen radelt, am Nachmittag auch Halt in Hattingen. Dort und an insgesamt drei weiteren Stationen, die jeweils vier Tage lang angefahren werden, wollen die Teilnehmer offen über das Thema Depression und über ihren eigenen Umgang mit der Krankheit sprechen, um Vorurteile abzubauen und Diskriminierungen zu überwinden.

Insgesamt finden in ganz Deutschland acht MUT-Touren zwischen Mai und August statt. Die täglichen Fahrabschnitte sind etwa 55 Kilometer lang, übernachtet wird im Zelt in der freien Natur. Ziel des Projektes ist es, dass Menschen mit und ohne Depressionserfahrung zusammen in Bewegung geraten und gemeinsam in öffentlichen Diskussionen, auch mit Journalisten, über die psychische Erkrankung aufklären.

Laut der Weltgesundheitsorganisation wird sich die Depression bis zum Jahr 2020 zur zweithäufigsten Volkskrankheit entwickeln. Rund vier Millionen Menschen leiden bereits unter depressiven Störungen. Bei der MUT-Tour handelt es sich um das erste Aufklärungsprojekt auf Fahrrädern in Deutschland.