Asyl-Krisensitzung bleibt der Stadt Hattingen erspart

Sozialdezernentin Beate Schiffer (rechts) vor der alten Feuerwache mit (vl) Baudezernent  Jens Hendrix, Ulrich Möller (Fachbereich Gebäude) und Erika Beverungen-Gojdka (Fachbereich Soziales und Wohnen).Foto:Archiv, Volker Speckenwirth
Sozialdezernentin Beate Schiffer (rechts) vor der alten Feuerwache mit (vl) Baudezernent Jens Hendrix, Ulrich Möller (Fachbereich Gebäude) und Erika Beverungen-Gojdka (Fachbereich Soziales und Wohnen).Foto:Archiv, Volker Speckenwirth
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die Verwaltung rechnete täglich mit Flüchtlingszuweisungen aus Arnsberg.

Hattingen..  Noch mal gut gegangen – zumindest in den Weihnachtsferien. Die Stadtverwaltung musste keine Krisensitzung an den Feiertagen, in der Zeit dazwischen oder jetzt am Ende der Woche einberufen, um zusätzliche Flüchtlinge aufzunehmen. Sozialdezernentin Beate Schiffer rechnete täglich damit. Sie hielt sich ständig auf dem Laufenden, ob aus Arnsberg zusätzliche Flüchtlinge gemeldet wurden. Am Freitag ging sie nun davon aus, dass in der nächsten Woche Montag fünf oder sechs Asylbewerber in Hattingen untergebracht werden müssen.

Am Tag vor Heiligabend hatte sich die Stadt darauf eingestellt, zur Krisensitzung zusammenkommen zu müssen. Denn trotz „vorher anders lautender Ankündigungen“, dass zwischen den Jahren Ruhe herrschen sollte, hatte die Verwaltung noch kurz vor den Ferien eine letzte Meldung der Bezirksregierung bekommen, die direkte Zuweisungen an die Kommunen ankündigte aufgrund unerwartet hoher Zugänge an Flüchtlingen.

Längerfristig aus dem Schneider fühlt sich die Stadt aufgrund der Entwicklung nicht. Die Beigeordnete: „Wenn man die Berichte verfolgt, wie viele Flüchtlinge über Italien kommen und sich die Berichterstattung in den Medien ansieht...“

Beate Schiffer hofft, dass die großen Landeseinrichtungen für Flüchtlinge so aufgestellt sind, „dass sie die Asylanträge ordnungsgemäß abarbeiten können und wir diese Arbeit nicht zusätzlich machen müssen.“ Darauf sei die Stadt personell nicht eingestellt. Häufig müssten jedoch aufgrund der „Verschiebepraxis zu den Kommunen hin“ Arbeiten obendrein gemacht werden – „wir sind an letzter Stelle“.

Die Nutzung einer Turnhalle behält die Stadt zwar im Blick. Vorrangig konzentriert sie sich aber auf die Nutzung der alten Feuerwache und den Ausbau des Heims an der Werksstraße. „Wir müssen sehen, wie sich die Zahlen entwickeln“, so Schiffer. „Damit leben wir schon längere Zeit.“ Das werde auch in Zukunft klappen.