Hartz IV und Kinderarmut
Armut macht Kinder krank
18.02.2010 | 16:30 Uhr 2010-02-18T16:30:00+0100Jeder fünfte Schüler im EN-Kreis ist arm, sagt Dr. Hans-Joachim Boschek vom Fachbereich Gesundheit.
Armut kann man nicht nur daran erkennen, dass die Kinder Sportschuhe der falschen Marke an den Füßen tragen. Armut macht die Mädchen und Jungen krank. „Jede fünfte Schülerin, jeder fünfte Schüler im Ennepe-Ruhr-Kreis ist arm”, sagt Hans-Joachim Boschek, Leiter des Fachbereiches Soziales und Gesundheit. 15 bis 20 Prozent der Schulkinder hätten ernsthafte gesundheitliche Probleme.
Deshalb haben Experten Gesundheitsziele für Kinder und Jugendliche formuliert, die im entsprechenden Ausschuss des Kreistags einstimmig angenommen wurden. „Als ich noch zur Schule ging, waren Kopfschmerzen kein Thema”, sagt Boschek. Das habe sich geändert. Immer mehr Kinder und Jugendliche klagen darüber. Der stark gestiegene Medienkonsum habe das gesundheitliche Problem mit sich gebracht. Deshalb könne ein Arzt die Krankheit nicht mit ein paar Pillen heilen. Da müsse in den Familien, in der Gesellschaft ein Umdenken stattfinden.
Übergewicht durch schlechte Ernährung sei in den Schulen ein alltägliches Problem, Alkohol kein Einzelfall. Hinzu komme der alltäglich Stress. „Der Schuldruck hat enorm zugenommen.”
„Arme Kinder haben schlechtere Chancen bei der Gesundheit”, sagt Boschek. Ein drastisches Beispiel: „Wenn wir den Schülerinnen und Schülern in den Mund schauen, dann ist auf den ersten Blick zu erkennen, ob es sich um einen Haupt-, Realschüler oder einen Gymnasiasten handelt.” Schäden an den Zähnen seien eben auch für den Laien deutlich sichtbar. Bei anderen gesundheitlichen Problemen sei dies genauso, müsse aber erst vom Arzt untersucht werden.
Die Vertreter der Fachkonferenz kommen aus den Kommunen, von den Kirchen, Wohlfahrtsverbänden, vom Kreissportbund und der AOK. Bei so unterschiedlichen Interessenvertretern muss Einigkeit über die Ziele bestehen, um sie verwirklichen zu können. Deshalb, sagte Boschek im Ausschuss für Gesundheit und Soziales, seien die den Politikern vorgelegten Zielsetzungen auch eher theoretisch oder schwammig formuliert. Ein Schritt in Richtung Praxis: Werdende Mütter sollten besucht werden, um festzustellen, ob sie Probleme haben oder bekommen könnten.
Die Ziele der Vertreter der Fachkonferenz (aus Kommunen, Kirchen, Wohlfahrtsverbänden, vom Kreissportbund und der AOK):
1. Gesundes Aufwachsen für alle Kinder.
2. Prävention und Gesundheitsförderung von Geburt an.
3. Krankheitsbezogene Prävention ausbauen.
4. Seelische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen schützen und seelische Gesundheit stärken.
5: Kindergesundheit geht alle an. Verbesserte Wirkungen durch umfassende Koordination und Vernetzung.
6: Qualität in der Gesundheitsförderung für Kinder und Jugendliche.
15:44
den Bericht kann man nicht verallgemeinern. Es ist eine Diskriminierung der sozial schwachen und Hauptschülern.
Als ehemalige Hauptschüler sind wir über das Zitat von Hr. Boschek sehr erbost, weil unsere Zahnreihen noch alle gerade stehen und wir beruflich weitergekommen sind.
14:27
Man muß den Kindern halt erklären wie man mit fremdem Eigentum umzugehen hat und es auch selber vorleben. Dann verstehen die Kinder auch das man für Sachen selber aufkommen muß.
13:16
Da stimme ich Dusselbiene zu.
Man sollte auch bedenken, das das Fernsehen und die Computerspiele die Synapsen überlastet und dadurch die Kinder auch dumm und aggressiv werden.
Ich bekomme auch Kopfschmerzen, wenn ich mir den Schädel mit überflüssigem Fernsehprogramm volldröhne,dabei mit geschlossensen Fenstern in verbrauchter Luft sitze, und fordere deshalb: Aspirin kostenlos für alle, bezahlt von der GEZ-Gebühr!
Interessant finde ich, dass der Punkt 4 von Kirchen gefordert wird. Ist diese Forderung sarkastisch gemeint?
Und last, but not least: Was sind denn die richtigen Turnschuhe, wenn die Kinder falsche tragen?
Vieles in diesem Artikel ist meiner Meinung nach überflüssig, wenn man sich mit seinem Nachwuchs beschäftigt, und ihn nicht nur hat, weil es eine Zeit lang Mode war, schwanger zu sein und Kinder zu haben. Der Schreiber dieses Artikels sollte einmal darüber nachdenken, welche Gesellschaftsschicht ihre Kinder in welche Schule schickt und welche Rolle die Erziehung dabei spielt, da Eltern auch Vorbilder sind. Ich habe von einem Jugendlichen zu hören bekommen:Ich wasche mich nicht, wenn jemand damit ein Problem hat ist das nicht mein Problen.
Das Fazit lautet: Erziehung versagt, das hat rein gar nichts mit Armut zu tun!
10:06
#3
Es hat nichts mit der Krankenkasse zu tun, ob ich ein Kind regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung schicke.
Es hat nichts mit dem Geldbeutel zu tun, ob ein Kind vor dem Fernseher abgestellt wird.
Es hat nichts mit Arbeitslosigkeit zu tun, ob ein Kind ständig in einer übelriechenden, verqualmten Wohnung leben muss.
Es gibt Menschen, die finden immer einen Grund, um ihre eigene Unfähigkeit in Bezug auf die Versorgung ihrer Kinder der Gesellschaft anzulasten.
Andererseits gibt es die Kinder und Eltern, die unter der Armut leiden, die nichts für ihre Lebensumstände können und denen dringend geholfen werden muss.
22:01
Dass die armen Kinder an einer mangelnderen Gesundheit leiden wie die Reichen, liegt auf der Hand! Es fängt schon bei dem Unterschied der Privaten und gesetzlichen Krankenversicherung an.
Ich stelle aber einmal in den Raum:::
Welche Menschen haben das größere Herz, ihren Mitmenschen gegenüber?
Sind es die Privatversicherten, die dank ihres Reichtums im Krankenhaus auf ein Einzelzimmer bestehen, wärend gesetzlich Versicherte auf den Fluren behandelt werden und auch dort schlafen müssen?!
19:38
Wenn wir den Schülerinnen und Schülern in den Mund schauen, dann ist auf den ersten Blick zu erkennen, ob es sich um einen Haupt-, Realschüler oder einen Gymnasiasten handelt.
Was soll der Spruch?
18:54
Das ist die gesellschaft die uns krank macht
Uns arbeit wegnehmen und kürzen