Andacht in freier Natur zum Kita-Abschluss

Foto: Fischer
Was wir bereits wissen
Evangelische Tagesstätte verbringt mit 16 Kindern, die zur Schule kommen, eine Woche im Wald.

Hattingen..  Waldkinder sind fürsorglich im Umgang mit der Natur und ihren Mitmenschen. Nach einigen Tagen Aufenthalt unter freiem Himmel und zur Begleitmusik von zwitschernden Vögeln haben sie gute Tipps auf Lager. An dem Seil kann man sich festhalten“, rät ein angehender Erstklässler. Die Vorschulkinder der Evangelischen Kita am Friedhofsweg in Welper haben es angebracht, um den Aufstieg zu erleichtern.

16 Jungen und Mädchen, die nach den Sommerferien zur Schule kommen, verbringen die laufende Woche im Wald ganz in der Nähe ihrer Tagesstätte, um Gottes Schöpfung kennenzulernen und die Natur mit allen Sinnen zu erleben. Julia knetet gerade Matsch zu einem Objekt zusammen. Heike Heinze macht es Freude zu beobachten, wie die Kinder sich verändern durch den Aufenthalt im Wald. Sie lernen nicht nur einen respektvollen Umgang mit der Natur, sondern gehen im Lauf der Stunden auch so richtig aus sich heraus. „Das Mädchen dort“, erzählt die Erzieherin, habe am Anfang ihre Kleidung abgeklopft. Inzwischen haben sich alle Kinder auf Schmutzigmachen eingestellt. Sie haben keine Angst mehr vor dem Auf- und Abstieg, keine Furcht zu fallen, kennen die Tücken, wissen wo sie sich festhalten müssen und rutschen mit Karacho auf dem Hosenboden den zum Laufen zu steilen Abhang runter.

Ähnlich unkompliziert verläuft die Freiluftandacht mit Pfarrerin Birgit Crone. Sie hat vier Tücher mitgebracht in Rot, Gelb, Blau und Grün und setzt sich mit Kindern und Erzieherinnen im Kreis auf den Waldboden. Ein Junge zündet eine Kerze an. Dann geht es nicht nur ums Haus Gottes, sondern auch um tierische Behausungen, etwa für Hummeln. Die Pfarrerin reicht Objekte herum vom Lavendel über die Erdbeere aus dem eigenen Garten bis zu Vogelfeder und -ei. Die Kinder ordnen sie zu, je nachdem, ob sie im Wasser oder dem blauen Himmel vorkommen oder im grünen Wald. Birgit Crone hat noch einen Termin und säubert ihre Kleidung. Die der Kinder darf noch schmutziger werden.