Ambiente an der Henrichshütte begeistert Besucher

Was wir bereits wissen
Viele reisten für die Extraschicht von außerhalb Hattingens an.

Hattingen..  Mehr als 3000 Menschen haben am Samstagabend insgesamt den Weg in die Henrichshütte gefunden, wo sie unter den unterschiedlichsten Veranstaltungen wählen konnten.

„Das ist so toll an dieser Extraschicht: Man kann an so vielen Orten im ganzen Ruhrgebiet sein,“ schwärmen Beate Kreutzer und Norbert Ricken aus Münster. „Wir waren vorher in der Jahrhunderthalle und sind jetzt hier. Das Jazzkonzert war grandios.“ Auch Ursula Sandfort und Doris Medina sind zur Extraschicht angereist, aus Heiligenhaus. „Wir waren schon letztes Jahr hier,“ erzählte Ursula Sandfort. „Mein Vater hat hier gearbeitet. Und wir sind Jazz-Fans; die Leichtigkeit, mit der die Jazzmusiker gespielt haben, war hervorragend. Und auch die Industriekultur als Rahmen ist sehr reizvoll, vor allem bei dieser Wahnsinnsbeleuchtung.“

Wer die unsommerlichen Temperaturen nicht scheute, konnte an HotSpot-Rundgängen über das Gelände teilnehmen und ehemalige Arbeitsstätten der Stahlarbeiter besichtigen. Im Kulturprogramm gab es neben der JazzLine des Klavierfestivals Ruhr noch viele Höhepunkte: Mit den Auftritten von Helmut Sanftenschneider kamen die Comedy-Fans auf ihre Kosten; wer lieber Lust auf Bewegung hatte, konnte bei der Gruppe „LindyHop“ einen Schnuppertanzkurs absolvieren. Lateinamerikanisches Flair brachte die Latin Session Band mit ihrem temperamentvollen Salsa-Programm und originalen kubanischen Instrumenten wie der Tres, einem traditionellen Saiteninstrument, ins Stahlwerk. Sergio Mansilla, Jorge Oliva, Buk Heßler, Miguel de Loma, Jorge Anchieta, Andreas Landrock und Rolf Fahlenbock rissen mit ihren rassigen Salsas nicht wenige Besucher zu einem spontanen Tänzchen hin.

Auch junge Familien wie Antona Gendolla und Sascha Pyras sind mit ihrer einjährigen Tochter Mia aus Wesel gekommen: „Ich bin gebürtiger Hattinger und ich wollte meinen Freunden unbedingt den Hochofen und die Gießerei zeigen. Und natürlich sind wir schon ganz gespannt auf das große Feuerwerk.“