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Alte Stimmen, neue Lautstärken

09.05.2010 | 22:24 Uhr

Die SPD hat in Hattingen noch einmal Stimmen verloren. Und ist neben den Grünen, die ihr Ergebnis auch in der Ruhrstadt verdoppelten, dennoch die große Siegerin der Landtagswahl 2010.

Der Erdrutsch in der Wählergunst vor fünf Jahren hatte die Sozialdemokraten ins Tal der Tränen getrieben. Jetzt ist man wieder obenauf. Und das vor allem, weil der Abstand zur CDU – gezählt und gefühlt – wieder wahrnehmbar ist.

Abgestürzt sind diesmal die Christdemokraten. Der Rückfall auf die 30-Prozent-Marke tut weh. Zumal hier ins verlustreiche Zahlenwerk noch das Gefühl der schlechten Serie greift. Bei den Kommunalwahlen im August 2009 hatte die Hattinger CDU-Ratsfraktion drei Mandate eingebüßt.

Apropos Mandate: Reicht der dritte Listenplatz für einen Verbleib von Regina van Dinther im Landtag, hat Hattingen weiterhin zwei Stimmen in Düsseldorf. Nur die Lautstärken dürften sich ändern. Rainer Bovermann, 2005 erstmals ins Parlament eingezogen und gleich auf die Oppositionsbänke verbannt, musste sich seinen Platz in der Landespolitik erst suchen. Der Vorsitz der Enquete-Kommission „Chancen für Kinder“ hat dabei geholfen. Regina van Dinther wird weniger kraftvoll zu hören sein. Die Landtagspräsidentin, im Sog des Rüttgers-Sieges 2005 aufgestiegen, wird auf hinteren Bänken Platz nehmen müssen.

Ulrich Laibacher

Ulrich Laibacher

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