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Alle Jahre wieder: Elodea zurück

15.07.2008 | 18:17 Uhr

Die Schlingpflanze breitet sich wieder rasant im Kemnader See aus. Eigentlich ein Zeichen für gute Wasserqualität. Mähboot im Einsatz

Der Kemnader See wächst zu. An einigen Stellen kommen die Pflanzen schon ans Tageslicht. Foto: Walter Fischer

Der Harkortsee ist bereits zugewachsen. Und auch am Kemnader See wird das Durchkommen für Segler immer schwieriger. Elodea Canadensis ist wieder auf dem Vormarsch. Der Ruhrverband bekämpft die Schlingpflanze mit einem Mähboot.

"Wir versuchen, Sperrungen zu vermeiden", sagt Hermann Knotte vom Ruhrverband. Das Mähboot sei seit sechs Wochen pausenlos auf dem See im Einsatz, um die Wasserpest aus dem Wasser zu holen. Alle 45 Minuten geht's zum Entladen an die Anlegestelle am Wehr.

"Wir stehen in engen Gesprächen mit dem Freizeitzentrum und den Seglern", sagt der Abteilungsleiter Mitte. Der Ruhrverband versuche, die Fahrrinnen und die Verbindungen zwischen den Uferbereichen für den Wassersport freizuhalten.

Aus ökologischer Sicht ist die Ausbreitung der Schlingpflanze eher ein optisches Problem. "Das Vorkommen von Elodea ist ein Zeichen für eine gute Wasserqualität", sagt Hermann Knotte. Er attestiert dem Kemnader See "klares, optisch sauberes Wasser". In der Ruhr gebe es keine Plankton-Bildung mehr wie noch vor zehn Jahren.

"Der Ruhrverband hat 1,5 Milliarden Euro ausgegeben, um die Kläranlagen zu ertüchtigen", sagt Knotte. Der Gehalt an Phosphor und Stickstoff ist nach Angaben des Ruhrverbands seit zwei Jahren wesentlich gesunken.

Zur guten Wasserqualität gesellte sich in diesem Jahr ein kurzer und milder Winter. Ein kräftiges Hochwasser, das die Pflanzen sonst ausgerissen hatte, blieb aus. Dazu die intensive Sonne. "Elodea wächst prächtig." Die Ausbreitung von Wasserpflanzen in der Ruhr sei durchaus nach dem Geschmack der Verantwortlichen. "Makrophyten wie Elodea bieten Unterschlupf für Fische", sagt Knotte.

Bislang hat Elodea die Stauseen ruhraufwärts befallen. "Es besteht die Gefahr, dass sich die Pflanze auch ruhrabwärts ausbreitet." Vereinzelt sei Elodea schon im Baldeneysee beobachtet worden.

Von Arne Poll

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Kommentare
13.08.2008
17:46
Alle Jahre wieder: Elodea zurück
von Martin | #1

Die Wasserpest ist tatsächlich schon im Baldeneysee, sie wächst vor/im Vogleschutzgebiet und in flachen Seebereichen vor dem EVAG Hafen.

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