Acht von zehn Familien sprechen nicht Deutsch

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Was wir bereits wissen
Kita Rauendahlstraße übertrifft die vom Land ermittelten Werte für Hattingen. Förderung seit 2014.

Hattingen..  Jedes dritte Kind in Hattingen lebt in einer Familie, in der mindestens ein Elternteil ausländischer Herkunft ist. In jeder fünften bis sechsten dieser Familien wird „vorrangig nicht Deutsch gesprochen“. Zu diesem Ergebnis kommt der Landesbetrieb Information und Technik.

In einzelnen Einrichtungen vor Ort können die Werte weitaus höher sein. So wurde in fast acht von zehn Familien mit Kindern unter sieben Jahren, die die Evangelische Tagesstätte Rauendahlstraße besuchen, nicht Deutsch gesprochen. Auch in anderen Kitas können nichtdeutsche Eltern häufiger vertreten sein als durchschnittlich in Hattingen.

Zum Stichtag 1. März ermittelte die Pressestelle des Landesbetriebs für das Jahr 2014 1360 Hattinger Kinder unter sechs Jahren. In 420 Familien haben Vater oder Mutter ausländische Wurzeln – insgesamtsind das 30,9 Prozent. Eine andere Sprache als Deutsch wurde in 237 Familien – 17,4 Prozent – gesprochen. 1107 Jungen und Mädchen waren im Alter von drei bis sechs Jahren. Jedes dritte Kind – insgesamt sind es 372 (33,6 Prozent) – hat einen nicht-deutschen Vater oder eine Mutter, die nicht Deutsche ist. 253 Kinder sind jünger als drei Jahre. 48 Elternteile von diesen – 19 Prozent – haben Migrationshintergrund. Nicht vorrangig Deutsch gesprochen wurde hier in nur neun Familien (3,6 Prozent).

Um die Bildungschancen der Kinder zu verbessern, hat die Stadt 2014 Landesförderung für Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf des Bildungsprozesses in Plus-Kitas beantragt und bekommen und die sprachliche Förderung in Sprachförder-Kitas neu ausgerichtet.

Der Jugendhilfeausschuss verteilte das Geld nicht mit der Gießkanne, sondern bildete Schwerpunkt-Kitas in Einrichtungen mit vielen beitragsfreien Eltern, mit solchen, die nicht Deutsch sprechen und mit Kindern, die Sprachförderung nach Delfin IV bekamen. Je nach Rangfolge wurden Punkte vergeben. Die meisten Punkte (für den größten Bedarf) sammelten die Ev. Kita Rauendahl (182,5 Punkte), Schreys Gasse (157,1) und Nordstraße (119).