Acht Seiten SPD und die Liebe zur Heimat
13.07.2007 | 15:46 Uhr 2007-07-13T15:46:35+0200In Herne wartet Rentner Werner Wiethoff (82) sehnlichst auf Post aus Hattingen. Dabei wird seine Geduld auf eine harte Probe gestellt
AUFGELESENWerner Wiethoff ist Lokalpatriot. Als er vor 23 Jahren aus Hattingen fortzog, erlosch die Liebe zur alten Heimatstadt nicht. "Meine Frau ist Hernerin, und als ich pensioniert wurde, habe ich ihren Herzenswunsch erfüllt und bin mit ihr nach Herne gezogen", erinnert sich der 82-Jährige, der 45 Jahre auf der Hütte schaffte.
Um aber den Kontakt zur alten Heimat nicht ganz abreißen zu lassen, ließ sich Werner Wiethoff täglich über das Geschehen in Hattingen informieren - durch "seine" Hattinger Zeitung.
Wie gesagt: Werner Wiethoff ist Lokalpatriot. Und als er jetzt in einem Bericht von der SPD-Broschüre "Hattingen gemeinsam" las, in der der Stadtverband der Sozialdemokraten eine Halbzeitbilanz von den ersten zwei Jahren der laufenden Legislaturperiode zog, fackelte der 82-Jährige nicht lang: "Ich hab' angerufen und darum gebeten, mir die Broschüre zuzuschicken", berichtet Wiethoff. Schließlich wolle er ja wissen, was in Hattingen vor sich gehe. Was einmal mehr bestätigt: Werner Wiethoff ist Lokalpatriot. Und ein hartnäckiger Mann. Daher resignierte er auch nicht, als zu seiner großen Enttäuschung zehn Tage nach dem Anruf die erhoffte Post aus Hattingen immer noch nicht im Briefkasten lag. "Ich habe noch einmal angerufen, und man versprach erneut, dass man mir die Broschüre zuschickt", berichtet der Exil-Hattinger.
Der, wie berichtet, Lokalpatriot und ein hartnäckiger Mann ist. Und so bat er nun, weitere zehn Tage später, die Hattinger Zeitung: "Fragen Sie doch mal nach, ob ich nicht doch so eine Broschüre bekommen kann." Eine Bitte, der wir an dieser Stelle gerne nachkommen. harro
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