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Abseilen für den guten Zweck

09.09.2012 | 16:32 Uhr
Abseilen für den guten Zweck
Für die Aktion „Lichtblick Langenberg“ ließ sich Pfarrer Dirk Scheuermann abseilen.

Hattingen.  Spektakuläres und ein Sponsorenlauf in der Evangelischen Kirchengemeinde Nierenhof

Alle zwei Jahre veranstaltet die Evangelische Kirchengemeinde Nierenhof einen Sponsorenlauf für ihre Kinder- und Jugendarbeit durch. In diesem Jahr wird der Erlös mit der Stiftung „Lichtblick“ geteilt. Neben dem traditionellen „Rundenmachen“ beim Lauf wurde erstmalig eine Abseilaktion vom Kirchturm als Möglichkeit des Sponsorings angeboten. Diese spektakuläre Aktion ließen sich Jung und Alt nicht nehmen und nahmen Mut, Herz und Geld in die Hand und seilten sich vom zwölf Meter hohen Turm der Kirche in Nierenhof ab.

Die Evangelische Kirche in Nierenhof zählt rund 2000 Gemeindeglieder. Die Einkünfte aus den Kirchensteuern reichen aber für die vielen Aktivitäten nicht aus. Rund drei Viertel der Ausgaben der Gemeinde werden nach eigenen Angaben durch Spenden gedeckt. Somit kann es sich auch eine kleine Gemeinde, wie in Nierenhof, leisten, einen Jugendreferenten über den CVJM anzustellen: Tobi Wegschaider ist auch für die Kirchenmusik zuständig und spielt in einer der drei Gottesdienstbands selbst mit.

Andere nehmen Aufgaben in den Grundschulen wahr und helfen bei der Gemeindearbeit. Waren schon im vergangen Jahr in der Max- und Moritz-Grundschule tätig und arbeitet nun die Neuen Janina (19), Julia (18) und Johannes (17) ein.

So war es selbstverständlich, dass in diesem Jahr die Summe, die durch das Laufen und Abseilen erzielt werden konnte, geteilt wurde. Rund 400 Meter lang war die Strecke, die vom Parkplatz neben der Kirche leicht bergauf zum Bolzplatz führte. Etwas Erholung gab es dann für die knapp 100 Starter bei der Rückkehr zur Stempelstelle am Parkplatz. Die Teilnehmer, zwischen 3 und 63 Jahren, mussten nicht unbedingt ständig laufen; auch schnelles Gehen wurde „geduldet“. Mit dabei „Lichtblick-Stifter“ Dr. Jürgen Schürmann, der ebenfalls Runden drehte, wie auch Organist Armin Eberhardt, der kurz kommentierte: „Ich habe mir mindestens 20 Runden vorgenommen.“

Reichlich spektakulär sicherlich die zweite Aktion am Freitagabend: das Abseilen vom Turm der Kirche. Stefan Muck und Lothar Vielhaber sorgten oben im Glockenturm für eine profihafte Sicherung mit den Kletterausrüstungen. Mut durch das Fenster des Turms zu finden, mussten die Teilnehmer schon mitbringen. „Der schwierigste Moment ist das Durchsteigen, um dann mit den Füssen gegen die Wand einen guten und sicheren Stand zu finden,“ erklärte Gaby Marquass, die gemeinsam mit ihrem Mann Dirk ihr Abseilen sponsern ließ – „wir haben schon über 1000 Euro in der Kasse.“ Auch Pfarrer Dirk Scheuermann ließ es sich ebenso wie seine Frau Claudia nicht nehmen, sich vom Turm abzuseilen.

Von Hans F. Wüst



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