Abkehr vom Kirchturmdenken

Bei der Konferenz Solidarpakt in Hattingen wurde über die Finanzlage des Ennepe-Ruhr-Kreises diskutiert und eine Abkehr vom Kirchturmdenken gefordert. In der Podiumsdiskussion debattierten der parteilose Bürgermeisterkandidat Dirk Glaser, der Landratskandidat von SPD und Grünen, Olaf Schade, sowie der Kreisvorsitzende der FDP, Michael Schwunk. Dieser betonte, dass der EN-Kreis noch ein erhebliches Potential für interkommunale Zusammenarbeit habe und auch die Kreisverwaltung zukünftig Einsparungen realisieren könne.

„Wir helfen uns selbst, weil andere uns nicht helfen. Es ist von Bedeutung, dass Kooperationen unter Beteiligung von Politik vorangebracht werden und auf Augenhöhe stattfinden“, so Schwunk. Diesem Ziel stimmte Landratskandidat Olaf Schade zu: „Wir müssen die daraus resultierenden Effizienzgewinne nutzen. Hier gibt es noch viel Potential in den Verwaltungen und bei den Verwaltungskosten.“

Dirk Glaser betonte, dass die Einbeziehung der Bürger unabdingbar sei. „Wir müssen ein hohes Maß an Transparenz schaffen.“ Glaser selbst sei offen für Kooperationen und machte deutlich, dass diese nicht nur den EN-Kreis betreffen müssen. „Wir müssen auch die benachbarten Kommunen wie Bochum, Essen oder Wuppertal mit ins Boot holen. Es muss zukünftig in alle Richtungen gedacht werden“, so Glaser.

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