Abgang aus der ersten Reihe
01.09.2009 | 18:37 Uhr 2009-09-01T18:37:00+0200Mit Leni Meinecke (gewollt) und Heidi Pamp (ungewollt) verliert der Stadtrat beide stellvertretenden Bürgermeisterinnen.
„Es war ein Schock”, sagt Heidi Pamp. „Wir hatten allen Grund, den Wahlsieg zu feiern und dass 19 SPD-Kandidaten ihre Bezirke direkt gewonnen haben. Nachts am Computer habe ich dann erst gesehen, dass ich draußen bin.”
Gerade weil es 19 siegreiche Direktkandidaten gibt, zieht bei der SPD mit ihren 19 Ratsmandaten kein einziger Bewerber über die Liste ein. Pech für Heidi Pamp, die stellvertretende Bürgermeisterin. Ebenfalls raus aus dem Rat ist Thomas Heap, der wie Pamp im „schwarzen Niederwenigern” chancenlos war. Auf eine weitere Kandidatur verzichtet hatten Dagmar Spittank, Gustav Seebold, Ulrich Kops und Heinz Jüttendonk. Die sechs Neuen der SPD im Stadtrat heißen: Anke Jost, Roland Lundschin, Markus Ackermann, Uwe Fry, Gereon Ludwig, Klaus Kampmann.
Vier neue Ratsgesichter gibt es bei der CDU: Barbara Niemann, Engelbert Meidinger, Björn vom Ort, Ralf Göbel. Von denen, die nicht mehr dabei sind, hatten allein Leni Meinecke (wie Heidi Pamp stellvertretende Bürgermeisterin) und Ramazan Özdemir (nach einer Kontroverse mit der Parteispitze) ihren Verzicht erklärt. Nicht geschafft haben den Wiedereinzug ins Stadtparlament Andrea Pap, Helmut Wicurca, Siegfried Eigenbrodt, Christoph Hiesgen und Daniel Stein.
Personelle Kontinuität gibt es bei den Grünen, wobei sich die bisherige Fünf-Personen-Fraktion über ihr sechstes Mitglied freut: Bauexperte Uwe Barteck besetzt den dazugewonnenen Ratssitz.
Einen Abgeordneten mehr an Bord haben auch die Liberalen. Vier Köpfe stark ist die neue FDP-Fraktion. Personelle Kontinuität verkörpert hier allein Fraktionschef Gilbert Gratzel. Weil Friedrich Börger und Claus Glittenberg nicht mehr kandidiert haben, kommen drei Neue zum Zuge: Parteichefin Ulrike Dieckmann, die bereits Ratserfahrung hat, Marc Bartrina und Burkhard Sibbe, der ehemalige Vorstandsvorsitzende der hwg.
Eine Zwei-Mann-Fraktion wird die Partei die Linke im neuen Stadtrat vertreten, der sich am 5. November konstituiert: der Historiker Bernd Zielmann und der Schüler Laurien Bongartz.
07:55
Heisst das, dass bei der CDU fast nur gemauschelt wird ? Merkwürdige Logik....
04:56
Gut so, dass die SPD nur Direktkandidaten durchgebracht hat; das bedeutet weniger Mauschelei durch die Liste.