65 Teams bei Hattinger Regatta gegen Krebs

Regatta-Macher in einem Boot.
Regatta-Macher in einem Boot.
Foto: Franken
Was wir bereits wissen
Das Teilnehmerfeld für die Benefiz-Regatta am 16. August ist komplett. Die Mannschaften bereiten sich bei den beiden Hattinger Rudervereinen vor.

Hattingen.. Mit diesem Zuspruch hatte niemand gerechnet. Vier Wochen nach dem Aufruf in der WAZ ist das Teilnehmerfeld für die große Benefiz-Regatta „Rudern gegen Krebs“ am 16. August komplett. Wer sich jetzt noch meldet, kommt auf eine Warteliste. Und muss darauf hoffen, dass ein bereits gemeldetes Boot zurückgezogen wird.

„Die Reaktion der Hattinger ist unglaublich“, freut sich Mario Kleist. Der Verwaltungsleiter des Evangelischen Krankenhauses an der Bredenscheider Straße kümmert sich seit Monaten um die Organisation des Rennens für den guten Zweck. Veranstalter ist die Stiftung „Leben mit Krebs“, die das Ruder-Spektakel 2005 ins Leben gerufen und zu einer bundesweiten Bewegung entwickelt hat. Mehr als 15 000 Teilnehmer waren bei den bisher 50 Regatta-Tagen an 19 Austragungsorten dabei.

Backbord und steuerbord

65 Vierer-Teams werden nun am Sonntag, 16. August, in Hattingen dazukommen. Von 10 bis 16 Uhr legen sie sich auf der Ruhr zwischen dem Landhaus Grum und der Hundewiese in die Riemen. Zur Aktion gehört ein umfangreiches Begleitprogramm an Land. Auch die Lokalredaktion Hattingen macht mit und rollt mit dem WAZ-Mobil an.

Was aktuell rollt, ist die Vorbereitung der Aktiven. So sehr sich die Veranstalter über die 65 Meldungen aus Unternehmen, Freundeskreisen und Interessengemeinschaften freuen, so klar ist die Ausgangslage: Kaum jemand hat bisher in einem Rennruderboot gesessen. Üben ist angesagt. Und darum kümmern sich nun schon seit einiger Zeit die beiden örtlichen Rudervereine.

„Rennrudern ist ziemlich kompliziert. Dabei muss der ganze Körper mitmachen“, erläutert Rüdiger Lippka (71). Der Vorsitzende des Hattinger Rudervereins und seine Mitstreiter bitten die Neulinge deswegen zunächst einmal auf Ruderergometer. Haben sich die Sportler aus den Unternehmen mit den Bewegungsabläufen angefreundet, geht es hinaus auf die Ruhr.

„Jedes Team kommt drei- bis viermal zu uns und übt jeweils eineinhalb Stunden. Dann haben wir die Gewissheit, dass die Boote am Renntag auch geradeaus fahren und unfallfrei über die Ziellinie kommen“, sagt Lippka. Bei den ersten Übungsfahrten gibt ein Vereinsmitglied als Schlagmann den Takt vor. Beim Rennen ist dann zumindest noch der Steuermann vom Fach.

„Das Rennrudern ist nicht nur körperlich anstrengend“, meint Dirk Brockhaus (66), Vorsitzender des Rudervereins Blankenstein. „Wir sorgen schon dafür, dass die Neulinge auch mit backbord und steuerbord etwas anfangen können. Wir treiben also viel Aufwand, sind täglich mit dem Training beschäftigt. Aber es macht Spaß. Alle sind motiviert.“