330 Einbürgerungen im Ennepe-Ruhr-Kreis

Die Zahl der Einbürgerungen im Ennepe-Ruhr-Kreis ist im letzten Jahr mit 330 nahezu konstant geblieben. Die zuständigen Ausländerämter der Kreisverwaltung und der Stadt Witten überreichten in den zurückliegenden zwölf Monaten fünf Einbürgerungsurkunden weniger als 2013. Für Hattingen, Breckerfeld, Ennepetal, Gevelsberg, Herdecke, Schwelm, Sprockhövel und Wetter meldet die Kreisverwaltung die Aushändigung von 229 deutschen Pässen, im Vorjahr waren es 269. Für Witten stieg die Zahl von 66 auf 101 an.

Im Bereich der Kreisverwaltung (ohne Witten) ist Hattingen der Spitzenreiter mit 54 Einbürgerungen. Sprockhövel liegt mit 14 Einbürgerungen auf dem vorletzten Platz vor Breckerfeld (5). 62 der neuen Bundesbürger wechselten in diesen Städten von der türkischen in die deutsche Staatsbürgerschaft. Mit großem Abstand folgten Menschen aus Polen (26), dem Kosovo (20) und Griechenland (13). Einzelgänger unter den insgesamt 45 Nationalitäten von fünf Kontinenten waren demgegenüber unter anderem Neubürger aus Argentinien, Brasilien und Indien, Kamerun, Kuba und Luxemburg sowie Nigeria, der Schweiz und Thailand.

Die Einbürgerungsfeier im Kreistagssitzungssaal ist seit mehr als sieben Jahren der offizielle Abschluss unter ein Verfahren, in dessen Verlauf die Vorlage einer Vielzahl von Unterlagen notwendig ist. „Dazu zählen Passfoto, Geburts- und Heiratsurkunden, die zum Teil aus dem Heimatland beschafft und übersetzt werden müssen, Nachweise über Schul- und Berufsausbildung, Verdienst und Alterssicherung sowie Arbeits- und Mietverträge. Die Daten aller Antragsteller werden zudem von Verfassungsschutz, Polizei und zuständiger Staatsanwaltschaft überprüft“, heißt es aus dem Kreishaus. Außerdem müssen die Antragsteller den Lebensunterhalt aus eigener Kraft bestreiten können und über ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache sowie der staatlichen Ordnung verfügen.